Götterfunke Serie

Götterfunke 1 Liebe mich nicht - Marah Woolf  Götterfunke 2 Hasse mich nicht - Marah Woolf  Gltterfunke 3Verlasse mich nicht - Marah Woolf 

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Marah Woolf

Teile der Serie:

  • Götterfunke 1 – Liebe mich nicht (464 Seiten)
  • Götterfunke 2 – Hasse mich nicht (464 Seiten)
  • Götterfunke 3 – Verlasse mich nicht (464 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Buch 1:

»Es tut mir leid«, flüsterte er, bevor er meinen Körper sanft auf seinen Schoß hob. Selbst der körperlose Teil von mir fühlte den Schmerz, der meine Glieder erfasste. Er raste durch jede einzelne Zelle. Mein Kopf kippte nach hinten und vorsichtig bettete er ihn an seine Schulter. So verrückt das klang, aber ich war neidisch auf meinen Körper.

Das nenne ich mal einen interessanten Serieneinstieg. Die Hauptakteurin wird direkt mit ihrem eigenen Tod konfrontiert. Zack! So schnell kann es zu Ende sein. Vielleicht sollte ich sollte besser sagen ihren fast Tod aber viel hat nicht gefehlt! Aber das war nur ein Traum, oder doch nicht? Und wer war der heiße Typ, der sich so für sie eingesetzt hat?

Jessica ist zum letzten gemeinsamen Sommercamp mit ihren Freunden gefahren. Im nächsten Jahr machen sie ihren Abschluss und dann geht’s zum Studium. Jessica kümmert sich um ihre kleine Schwester, seitdem ihr Vater vor 2 Jahren abgehauen ist und ihre Mutter kaum noch was auf die Reihe bekommt. Dementsprechend wird sie in Kalifornien bleiben, während ihre Freunde an andere Unis gehen werden.

»Du hast dich mit den hübschesten Mädchen der Weltgeschichte amüsiert. Ich war tatsächlich ab und zu neidisch auf dich.« Warum hatte man nie einen Baseballschläger zur Hand, wenn man ihn brauchte? Diese Kerle waren unmöglich.

Neben den Schülern sind offenbar auch Götter im Sommercamp anwesend. Was für ein perfides Spiel treiben die Götter? Offenbar will Prometheus menschlich werden und muss es dafür schaffen, dass eine Frau die er mit allen mitteln umwirbt ihn ablehnt. Scheinbar gibt es zusätzlich eine Intrige, die zum Ziel hat Zeus zu stürzen.

Zwischen Cayden (Prometheus) und Jess gibt es direkt eine gewisse Vertrautheit und Spannung. Jess ist sich sicher, dass er der Typ ist, der im Traum dafür gesorgt hat, dass sie überlebt hat aber wie kann er in ihren Träumen auftauchen, wenn sie ihn noch nie zuvor gesehen hat? Jess verstrickt sich bei diesem Spiel unfreiwillig zunehmend in die Intrigen und Machenschaften der Götter.

Außerdem schien Väter vom Thron zu stürzen ein beliebtes Hobby unter den Göttern zu sein. Sie sollten sich mal lieber eine anständige Beschäftigung suchen.

Die Kapitel wechseln durchgängig zwischen der Göttersicht (genauer gesagt aus der Sicht von Hermes – der ist so etwas wie der rasende Reporter der Götterwelt) und der Menschensicht. Wobei die Sicht von Hermes immer sehr kurz gehalten ist. Das sorgt dafür, dass die Götter etwas geheimnisvoller wirken. Cayden ist anfangs schwer einzuschätzen. Als Leser weiß man zwar mehr als Jess, weil man den Hintergrund seiner Anwesenheit kennt aber richtig einschätzen kann man ihn trotzdem nicht. Er will Jess beschützen, fühlt sich aber auch zu ihr hingezogen und kann nicht von ihr lassen. Aber ist auch ein Gott und verhält sich somit immer etwas arrogant und bestimmend.

»Schicksal ist das, was wir aus unserem Leben machen.«

Der Schreibstil ist toll, locker und fühlt sich natürlich an. Die Dialoge sind witzig und da Cayden immer recht geheimnisvoll wirkt, liest sich die Geschichte sehr gut.

Das Buch einerseits klassisch das was man bei einem Sommercamp von jungen Erwachsenen erwartet. Andererseits ist es gut vermischt mit der Göttergeschichte und liest sich sehr interessant, obwohl anfangs nichts Bahnbrechendes passiert.

»Geh zum Teufel«, wies ich ihn ab. Es fühlte sich gut an, ihm einen Korb zu geben und ihm dabei ins Gesicht zu sehen. »Oder zu July.«

Ich mag die neckischen Sprüche und Gedanken von Jess und ihren leicht trockenen Humor. Die Götter sind in dieser Serie recht menschlich dargestellt, obwohl man aufgrund der diversen Geschichten aus der Vergangenheit merkt, dass sie nicht ungefährlich sind. Die ganze Situation ist irgendwie bizarr aber interessant. Desto mehr Geschichten über die Götter man im laufe der Handlung erfährt, desto mehr drängt sich der Eindruck auf, dass die Götter alle nicht ganz „dicht“ sind.

Ich sollte mir von Josh eine Scheibe abschneiden. Er amüsierte sich einfach nur, ohne sich zu viel von einer Beziehung zu versprechen. Sein Herz brach in einer Million Jahren nicht und genauso sollte ich das auch handhaben. Sich verlieben war doch Mist. Wie das ganze Konzept der Liebe Mist war. Einer zog immer den Kürzeren. Ein Partner liebte immer mehr als der andere.

Die Gedanken von Jess „was übersetzt hieß“ sind oft auch witzig. Liebe Mädels – schenkt uns Jungs doch bitte ein Wörterbuch, sonst verstehen wir Aussagen wie – »Ich sehe ja meine Hand vor Augen kaum«, jammerte ich, was übersetzt hieß: Lass uns ein Bett suchen und da weitermachen, wo wir gerade aufgehört haben. – nicht.

Ich finde auch die Art von Jess toll – sie ist nicht der typisch naive Hauptcharakter, sondern sie fragt den Göttern Löcher in den Bauch und ihre Fragen sind gut. Lediglich ihrer „Freundin“ (Robyn) gegenüber ist sie zu loyal und gutmütig, da Robyn Jess nicht gleichwertig behandelt, sondern eher wie eine Angestellte oder sogar fast wie eine Dienerin (in Kalchas Worten: „eifersüchtiges blondes Biest“ und das ist schon eine Untertreibung).

Kalchas ist ein toller Charakter, der die Geschichte erdet, obwohl er auch zu der Götterwelt gehört.

Buch 2:

Das vertraute Neonlicht über uns flackerte an der hohen Decke, und aufgeregtes Summen lag in der Luft, wie jedes Jahr am ersten Schultag. In wenigen Wochen würde die Euphorie in Lethargie umschlagen, die meist bis zum Ende des Schuljahres anhielt.

Das Sommercamp ist zu Ende und Cayden hat Jess abgewiesen. Sie weiß nichts von der Aufgabe, die Cayden bzw. Prometheus von Zeus gestellt wurde, bei der es das Ziel ist ein Mädchen 60 Tage zu umwerben und falls sie ihn trotz seines ehrlichen Versuches abweist, bekommt er als Belohnung die Sterblichkeit, die er anstrebt. Mit Robyn, ihrer „besten“ Freundin, ist Jess nun zerstritten, weil Robyn mit Cayden geschlafen hat. Robyn hat ihn also nicht abgewiesen. Robyn präsentiert sich als das Biest, dass sie immer war. In der Vergangenheit hat Jess das ignoriert, ohne dass es ihr wirklich bewusst war. Da sie Robyn nun aber zum ersten mal widersetzt hat, zieht diese nun alle Register um Jess zu schaden. Prometheus bekommt seinen zweiten Versuch und die Aufgabe Jess zu erobern, nachdem er ihr bereits das Herz gebrochen hat.

Er versuchte sich zweimal selbst daran, ein Marshmallow zu rösten, aber nachdem der erste ins Feuer gefallen und der zweite verbrannt war, gab er es auf. Ich kicherte. »Das können nur echte amerikanische Mädchen«, klärte ich ihn auf. »Die Fähigkeit ist angeboren.«

Ihre Mutter war einige Tage trocken und nun ist sie wieder der Alkoholsucht verfallen. Jess sollte eigentlich einfach Teenager sein dürfen und stattdessen muss sie sich um ihre kleine Schwester und ihre Mutter kümmern. Ihr Vater hat ihre Mutter vor Jahren verlassen, was ihre Mutter nie verwunden hat.

Was sich anhört wie eine typische Teenagergeschichte (wenn man das Alkoholsuchtthema mal ignoriert) ist insofern besonders, als dass Götter in der Menschenwelt auftauchen und ihre perfiden Spielchen treiben. Jess ist besonders, weil sie im Gegensatz zu anderen Menschen die Welt der Götter sieht und sich an die Begegnungen mit ihnen erinnern kann. Andere Menschen haben diese Fähigkeit nicht.

»Ich hasse ihn«, erklärte ich dem wildfremden Mann, der daraufhin gutmütig lachte. »Das sagt meine Frau auch immer, gehört irgendwie dazu, Kleine. Er beruhigt sich schon wieder. Das ist nur die Angst, die bringt uns Männer manchmal um den Verstand. Sei ein bisschen nachsichtig mit ihm.«

Wie sich zeigt sind die Götter genau so idiotisch, wie man sie aus früheren Geschichten kennt, nachdem Cayden Jess bereits das Herz gebrochen hat, wird sie nun als Ziel seines Eroberungsversuches auserkoren. Das zum Thema „wir beschützen dich oder wie hatte Zeus das noch formuliert? Auch wenn man im ersten Buch teilweise den Eindruck gewinnen könnte, als würden die Götter sich Jess gegenüber freundschaftlich verhalten, ziehen sie ihr perfides Spiel weiter durch und ist „Schutz“ den sie Jess gewähren vielleicht blanker Eigennutz? Der Schutz vor Liebeskummer ist auf jeden Fall nicht inbegriffen. Jess kommt der Sache aber auf die Schliche.

Aber ich wollte den alten Zeiten nicht nachtrauern. Wenn ich eins gelernt hatte, dann, dass jedes Zeitalter seine Vorzüge besaß. In diesem war es nicht die Getränkeauswahl, aber ich würde schon noch dahinterkommen, welche es waren.

Auch in diesem Buch mag ich Jess wieder. Zumindest im ersten Buch war sie nicht naiv wie die Akteure in anderen Büchern, aber hier hat sie mehrere Aussetzer. Aber was ihre Gefühle angeht ist es menschlich darüber nicht immer die Kontrolle zu haben auch wenn ihr die Vernunft etwas anderes rät. Das ist nachvollziehbar. Sie hat das Herz am rechten Fleck und wahrscheinlich ist das genau das Problem. Bei den Göttern stimmt diesbezüglich so einiges nicht. Lediglich, dass sie bei Mateo nicht misstrauisch wird, spricht nicht unbedingt für sie. Aber da den anderen Götter an ihm auch nichts auffällt, sollte man meinen, dass er „normal“ ist.

Mit gerade mal einem Meter fünfundsechzig kam man eben nur durchs Leben, wenn man drängelte und boxte.

Cayden wirkt im zweiten Buch allerdings nicht mehr stimmig. Nachdem er Jess mehrfach das Leben gerettet hat und ständig versucht Jess zu beschützen, geht er ein lebensbedrohliches Risiko für sie ein. Das passt absolut nicht zusammen und es wird in der ganzen Buchserie nicht erklärt warum er das gemacht hat.

Leider geht das zweite Buch etwas in typisches Teenagergezicke unter. Das fand ich weniger unterhaltsam als den ersten Teil. Auch die Geschichte ist hier deutlich löchriger und nicht so stimmig wie im ersten Teil.

Buch 3:

Hatte er gerade auch über mein Schicksal bestimmt? Ein Wörtchen wollte ich da schon noch mitreden. Sobald ich wieder in meinem Körper war, konnte er was erleben. Diese Männer machten mich wahnsinnig.

Jess hat im zweiten Band von der „Wette“ der Götter erfahren, bei der es darum geht, dass Cayden menschlich wird, wenn im eine Frau trotz seines ehrlichen Versuches sie zu gewinnen, widerstehen kann. Dafür hat er alle 100 Jahre drei Versuche und dabei hat er schon sehr vielen Frauen das Herz gebrochen. Jess ist im aktuellen Jahrhundert der 2. Versuch und da sie ihn aufgrund ihrer Wut ablehnt, wird er wirklich menschlich und somit sterblich. Zusätzlich hat Jess durch das Tattoo das sie fast getötet hätte (zu dem Sie die Götter um Zeus mehr oder weniger genötigt haben) nun die Fähigkeit erlangt Sichtbares von anderen Göttern zu verbergen. Aufgrund dieser Fähigkeit wurde sie in Band 2 von Agrios dazu gezwungen ihn und seine Kumpanen in den Olymp zu führen um Zeus zu stürzen. Da Cayden nun menschlich ist, wird er bei dem darauffolgenden Kampf der Götter schwer verletzt.

Für die Götter war ich nicht mehr als ein blödes Sandkorn. Und davon gab es Milliarden. Aber ich hatte mir ja einbilden müssen, dass ihnen etwas an mir lag. Wieso fiel ich immer wieder auf sie herein? Die Antwort war denkbar einfach. Weil sie scheißbeschissene Götter waren und höchstwahrscheinlich meine Gefühle manipulieren konnten. Cayden brauchte mich ja bloß mit seinen funkelnden Augen anzuschauen und schon schmolz ich dahin. Ich war ein hoffnungsloser Fall. Am besten, ich ließ ihn im Krankenhaus versauern.

Da es Jess gelingt eine Insignie der Macht zu verstecken, kommt es zu einer Pattsituation. Wie üblich ist sie der Spielball der Götter. Jess vertraut Cayden nicht mehr und da er nun menschlich ist, meint sie, dass er ihr eh keine Hilfe mehr ist. Obwohl sie noch Gefühle für ihn hat, weigert sie sich hartnäckig ihn nach den Gründen für sein Handeln zu fragen und auch er verhält sich ziemlich bockig.

Zu allem Überfluss scheint es in Zeus Reihen auch noch einen Verräter zu geben. Wie soll sie aus sie sich verhalten? Welchen Göttern kann sie noch vertrauen (sofern sie das überhaupt jemals konnte)?

Die Putschisten bedrohen nicht nur Jess, sondern die gesamte Menschheit. Die Götter um Zeus waren zwar nicht gerade zimperlich aber dagegen noch relativ harmlos.

Die Verweigerungshaltung von Jess wirkt in diesem Teil schon etwas arg übertrieben. Im ersten Buch verzeiht sie quasi alles und versucht dies selbst im zweiten Buch bei Robyn noch ständig, obwohl Robyn schon lange ihre wahres Gesicht gezeigt hat und längst klar ist, dass sie die Freundschaft von Jess verdient.

»Ich sehe ja meine Hand vor Augen kaum«, jammerte ich, was übersetzt hieß: Lass uns ein Bett suchen und da weitermachen, wo wir gerade aufgehört haben.

Es ist offensichtlich, dass Jess noch etwas für Cayden empfindet aber ein vernünftiges Gespräch bekommen die beiden nicht zusammen. Jess hat ständig Angst davor ihm wieder zu verfallen und versucht sich ständig einzureden, dass sie nicht mehr für ihn empfindet. Sie flüchtet quasi die meiste Zeit vor ihm.

Weiterhin hat sie Angst um ihre Familie, das hindert sie aber nicht daran, dass sie die Götter noch wütender macht, die sie bedrohen. Um es mal vorsichtig zu formulieren finde ich es relativ unvernünftig, wenn die Familie Morddrohungen bekommt genau das zu machen was man eigentlich lassen soll und dann auch noch so, dass die Spur leicht zurück verfolgen lässt.

»Ich kann dir nicht geben, was du brauchst«, erklärte er langsam. Sein Blick ruhte auf mir. »Ich würde dir nur wehtun.« »Würdest du nicht«, widersprach ich, obwohl ich wusste, dass er recht hatte. Liebe tat meistens weh.

Die Liebesgeschichte kommt im dritten Band zu großen Teilen kaum noch zum tragen. Das war zwar im zweiten Buch schon deutlich weniger der Fall als im ersten Buch aber hier herrscht quasi totale Funkstille in der ersten Buchhälfte. Dafür ist der Abenteueranteil deutlich höher, wenn auch nicht alle Aktionen Sinn ergeben und teilweise schon äußerst Lebensmüde wirken, vor allem wenn man bedenkt, dass teilweise durch diese Aktionen nicht nur das eigene Leben in Gefahr gebracht wird.

Die vorhandenen Charaktere sind hier relativ festgefahren in ihren Haltungen und ihrem Verhalten. Es kommen allerdings noch ein paar neue dazu, die ganz interessant sind. Die Erklärungsansätze für Caydens Verhalten finde ich vollkommen unzureichend. Warum Cayden das Tattoo was Jess fast umgebracht hätte für eine „gute Idee“ gehalten hat wird überhaupt nicht erklärt.

»Eine Coke.« »Light?« »Sehe ich aus, als wollte ich mich vergiften?«

Die Götter führen sich bis zum Ende wie Idioten auf und bestimmen über das Leben von anderen Menschen und Göttern ohne diese in ihre Entscheidungen einzubeziehen. Ich hätte keinem von denen verziehen, wenn ich an Jess Stelle gewesen wäre.

Fazit:

Warum gab es eigentlich kein Medikament gegen Liebeskummer? War schließlich eine Volkskrankheit.

Die Serie macht es mir echt nicht einfach. Das erste Buch fand ich toll. Das lag unter anderem am ungewöhnlichen Einstieg und auch an dem Szenario. Die Götter werden hier nicht so unnahbar dargestellt wie in anderen Buchserien. Im Prinzip sind sie auch nicht so viel anders als Menschen mit zusätzlichen Eigenschaften und da sie unsterblich sind, haben ihre Handlungen auch immer nur recht begrenzte Auswirkungen und sie denken zu wenig darüber nach was sie tun. Sie wirken oft wie überaus mächtige Kinder.

Ein Teil der Faszination des ersten Teils ist, dass vieles unklar und geheimnisvoll bleibt. Vor allem die Gründe für das Handeln der Akteure sind oft nicht klar.

»Vielleicht bereut er wirklich, euch verlassen zu haben. Findest du nicht, er hätte eine zweite Chance verdient?« »Für manche Dinge gibt es keine zweite Chance«, erklärte ich heftiger als nötig. Wir wussten beide, dass wir nicht mehr über meinen Vater sprachen.

Im zweiten Teil wird relativ klar, dass die Götter größtenteils egoistische Idioten sind und man fast keinem von ihnen trauen kann. Alle nutzen Jess aus und bringen sie in Lebensgefahr. Um die Liebesbeziehung zwischen ihr und Cayden geht es nur noch bedingt und teilweise werden die Randbedingungen (die Wette und das Handeln der Götter) weiter erläutert auch wenn die Motivationen unklar bleiben. Die Charaktere handeln an diversen Stellen nicht nachvollziehbar und nicht konform zu ihren vorherigen Handlungen (vor allem Cayden – erst Beschützer, dann Bedrohung).

Cayden stöhnte und vergrub das Gesicht in den Händen. »Agrios hat schon recht. Vor hundert Jahren haben die Mädchen noch gemacht, was man ihnen gesagt hat.«

In Teil drei werden die Motivationen der Handlungen erklärt bzw. besser gesagt es werden teilweise Erklärungsansätze gegeben, die überhaupt nicht nachvollziehbar sind. Wie kann man jemand verzeihen, der einen verletzt hat und die Erklärung warum er das gemacht hat ist vollkommen sinnlos?

Trotzdem ist die Buchserie interessant. Den ersten Teil fand ich am besten und den mittleren am schwächsten. Das Ende geht für mich dann wieder in Ordnung. Bei der Serie wäre meiner Meinung nach aber noch deutlich mehr drin gewesen. Nach dem ersten Buch hatte ich noch die Hoffnung, dass am Ende 4,5 oder 5 Sterne rauskommen, weil das Buch ziemlich stimmig fand. Danach treten allerdings so viele Unstimmigkeiten auf, dass man sich wünscht, dass die letzten beiden Bücher sorgfältiger Lektoriert worden wären.

Der Schreibstil ist toll und die Ich Perspektive ermöglicht es sich voll in die Charaktere zu versetzen.

Bewertung:

4/5

Vergleichbare Serien:

Dämomentochter

Verwandte Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Ich finde es nicht sehr realistisch, dass die so eine große Göttertruppe für so eine „Spaßaktion“ in der Menschenwelt auftaucht. Aber gut, wer bin ich, dass ich das Handeln von Göttern einschätzen kann? Die haben ja schon immer verrückte Sachen gemacht.
  • Ist schon lustig wie leicht sich die Götter belauschen lassen. Sich nachts in Wohnzimmer der Lodge zu stellen und zu reden ist jetzt nicht gerade diskret. Aber zugegeben. Die haben eh nichts zu verlieren und Arrogant sind sie auch,
  • Warum sollten sich die Götter dafür interessieren ob und welche Überlieferungen es über sie gibt? Um die Frage weiter zu treiben: Warum sollten sie sich dafür interessieren, dass es den Menschen (Diafani), die in der Lage sind die Götter zu sehen gut geht? Das restliche Handeln der meisten Götter, legt nicht gerade nahe, dass sie sich für das Wohlergehen von einzelnen Menschen interessieren.

Gut zugegeben – sie handeln nicht nach der Aussage, dass sie Jess beschützen wollen.

  • Wieso schließt Jess die Augen, bevor sie dann versehentlich den falschen mit einem Stein KO schlägt? Klassischer Fall von praktisch für den Storyverlauf, ergibt aber überhaupt keinen Sinn
  • Das Jess bei Mateo nicht argwöhnisch wird, ist nicht wirklich glaubwürdig. Er ist rein zufällig hergezogen und rein zufällig wird sie zweimal vor seinem Haus attackiert. Dazu kommt noch, dass er auffällig nett ist und sich in der heutigen Welt auch ein wenig verloren wirkt, wie die anderen Götter auch. Und das zeigt er auch immer wieder.

Als Mateo auf Iapetos reagiert, ist es ziemlich offensichtlich, dass er kein normaler Junge ist.

Spätestens als ihr Tattoo kribbelt als sie zu Mateo an den Tisch tritt, ist es dann offensichtlich. Gut, da ist es natürlich eh schon zu spät.

  • Das Jess darüber nachdenkt Robyn wieder zu vergeben kann ich absolut nicht nachvollziehen. Nachdem sie ihr wahres Gesicht offenbart hat, gibt es definitiv nichts was einer Freundschaft würdig ist (was Robyn ihr dann im Nachgang dann ja auch mehrfach beweist).

Witzigerweise haut sie Später Robyn eine Runter „wegen der vielen Aktionen aus den letzten Jahren“. Wenn sie das doch immer gestört hat – vorher macht es nicht den Eindruck – hätte sie doch wohl schon eher reagiert

  • In Buch 2 ist eine nette Anspielung auf die Biss Serie. Schon interessant wie eine Buchreihe die Denkweise beeinflusst. Hier wird es gleich als gegeben hingenommen, dass Vampire in die Zukunft sehen können oder Gedanken lesen. Das gehört eigentlich nicht zu den Fähigkeiten von Vampiren, wenn man andere Geschichten liest.
  • Das Cayden bei dem Tattoo für Jess zustimmt finde ich vollkommen unglaubwürdig. Entweder will er Jess beschützen, wie das in der ganzen Buchserie zigmal passiert oder nicht (er rettet ihr mehrfach das Leben). Wenn die Götter keine Ahnung haben wie sich die giftige „Tinte“ auf Jess aufwirkt, hätte Cayden das niemals zugelassen. Aber er sagt ihr sogar, dass es nicht schmerzt und vollkommen harmlos ist, obwohl er weiß, dass sie daran sterben kann Den anderen Göttern wäre es natürlich egal was ihr passiert und das Jess die Gefahren nicht weiter hinterfragt, obwohl sie merkt, dass ihr alle etwas verschweigen ist auch nicht realistisch. Selbst Kalchas verrät Jess in dieser Sache, weil er ihr nichts von der Gefahr sagt.

Das ist die erste Tat von Cayden die wirklich unverzeihlich ist.

  • Das es Frauen gibt die über Jahrhunderte versuchen die Götter bei ihrem Verführungsspiel zu stoppen (alle 100 Jahre einen Versuch), halte ich für nicht sehr wahrscheinlich. D.h. jede dieser Frauen lässt einmal im Leben alles stehen und liegen um die Götter aufzuspüren (also evtl. quer um die Welt zu reisen bzw. bei 100 Jahren wird sogar immer eine Generation übersprungen) und dann drei Mädchen zu warnen wegen der Gefahr von Liebeskummer? Nicht sehr realistisch. Ist ja nicht so als wenn die Götter irgendwen umbringen. Cayden verführt 3 Mädchen in einer vorgegeben Zeitspanne und das war’s. Das ist zwar nicht nett aber i.d.R. auch nicht gerade tödlich. Da wird sich wohl kaum jemand zur Lebensaufgabe machen jemand anderen – den man nicht kennt – vor Liebeskummer zu bewahren. Früher wäre es schon schwierig gewesen die Reise zu finanzieren und rechtzeitig vor Ort zu sein. Heute ist es ja kein großes Drama mehr, wenn eine Beziehung in die Brüche geht (es zerstört einem nicht das ganze Leben, wie das früher vielleicht der Fall war).

Die persönliche Motivation von Ariadne wird später sehr deutlich. Die ihrer Vorgängerinnen erschließt sich mir nicht.

  • In Buch 2 hat Jess auf Seite 370 zerzaustes Haar und sandige Klamotten und Angst, dass sie ihre Mutter so sieht, weil sie es nicht erklären kann. Auf Seite 372 geht sie schnurstracks in die Küche ohne sich umzuziehen und redet mir ihrer Mutter?!
  • Das Jess allein nach Hause geht, obwohl Mateo sie erkannt hat, ist einfach nur dumm.
  • Es ist ein ziemlich kurzsichtiger Ansatz von Jess Agrios zu helfen, weil der dann angeblich Jess Mutter und Schwester nicht tötet. Aber da er danach eh die Menschheit vernichten will, wird er vor den beiden kaum halt machen
  • Wenn Zeus die „Wette“ jederzeit aufheben kann, warum dann nicht in diesem Fall. Zusätzlich hat er – wie man später erfährt – auch die Fähigkeit jemandem Zum Gott zu machen. Die Story im 2. Teil ist also ziemlich löchrig. Das einzige Argument ist, dass er in dem Moment seinen Stab nicht hat. Das wäre aber noch keine Erklärung warum er Prometheus nicht später wieder unsterblich macht.
  • Warum kann Leah und Phoebe in die Götterwelt gelangen ohne dort zu einzuschlafen? Bei Robyn war die Argumentation im ersten Buch, dass sie erst aufwacht, wenn sie die Götterwelt verlassen hat
  • Auf Seite 23 in Buch 3 ist angegeben, dass Cayden noch unsterblich wäre, wenn Jess Agrios nicht auf den Olymp gebracht hätte. Offensichtlich sind aber doch die 60 Tage rum (Zeus sagt ja „die Zeit ist abgelaufen“ – wobei es sehr seltsam finde, dass das genau in dem Moment passiert, die Götter alle beieinander sind). Erst nach den 60 Tagen ist doch relevant, dass sie ihn abgelehnt hat. Somit wäre das gleiche mit Cayden passiert, wenn sie nicht da gewesen wäre, nur ohne Verletzung
  • Der Grund warum Cayden menschlich werden wollte ich lächerlich schwach bzw. eigentlich gibt es keinen echten Grund. Eine gute Entschuldigung sieht anders aus.
  • Athene und Jess besprechen den Plan, dass Jess mal wieder in die Götterwelt reist um dort eine Kopie des Stabes zu besorgen (Buch 3 Seite 325). Das ist quasi ein Himmelfahrtskommando. Cayden sitzt während des Gespräches daneben und sagt dazu nichts. Jess denkt sogar daran, dass es keine gute Idee ist das Gespräch in seiner Gegenwart zu führen. Später wird dann erwähnt, dass er auf keinem Fall von dem Plan erfahren darf, weil er ihn sonst vielleicht verhindert um Jess zu schützen (S. 366). Wenn dem so wäre, hätte er wohl schon viel eher dagegen protestiert.

Die Aktion Cayden mal eifersüchtig zu machen, damit er nichts vom Plan erfährt, nachdem sie 2 Bücher gebraucht haben um wieder zusammen zu finden ist total daneben.

  • Wieso kann Jess alleine zwar in die Götterwelt gelangen aber nicht wieder hinaus und wieso kommt nicht mal die Göttin der Weisheit auf die Idee das in ihrem Plan zu berücksichtigen?
  • Das Ziel ist es Agrios zu Zeus zu locken mit der zweiten Insignie. Um das zu erreichen wird die Kopie des Stabes benötigt. Direkt bevor Jess die Kopie erschaffen hat greift Agrios aber Zeus und die anderen Götter an. Der Plan ist also schon hinfällig bevor er ausgeführt wird.

Hephaistos schafft es also mit einem Gerücht Agrios anzulocken. Das mit der Kopie mehr erreicht werden kann, ist relativ unwahrscheinlich.

Zumal die Gefahr groß ist, dass der Stab einfach vom Verräter entwendet wird. Wieso sollten die Götter auf den Stab aufpassen können, wenn sie es bei Jess auch nie hinbekommen?

Wie sich dann später zeigt hat die Kopie des Stabes überhaupt keinen Nutzen gehabt.

  • Apoll soll nichts davon wissen, dass Jess den echten Stab hat aber von der Kopie darf er wissen. Das macht keinen Sinn. Wenn er ein Verräter wäre, sind beide Informationen gleich gefährlich
  • Nach welchem Prinzip können sich einzelne Anhänger Götter (Anhänger von Agrios) frei von und nach Mystikas bewegen und andere nicht? Offenbar können sie das auch alleine also ohne Agrios (Buch 3 Seite 390)
  • Die Motivation von Hermes ist nicht nachvollziehbar. Es mag Jess (das sagt er drei Bücher lang) und dann hat er keine Probleme die Familie (von denen er einige sehr mag) zu verraten und zusätzlich Jess. Da er auch nicht dumm ist kann er kaum annehmen, dass er einen Platz neben Agrios erhält.

Zusätzlich hab man in seiner Sicht der Dinge immer den Eindruck, als wenn er lieber seine Ruhe hat und keine Verantwortung.

Aber gut, die Götter verhalten sich alle wie Kinder und sind egoistisch und naiv. Insofern braucht es wohl nicht viel Motivation für irgendwelchen sinnlosen Handlungen.

  • Wie kommen Agrios und Hermes auf die Idee, dass Jess den Stab beschaffen kann? Die Kopie ist bei den Göttern und wenn Hermes vom echten Stab wüsste (was eigentlich wahrscheinlich ist, da es genügend Gelegenheiten gab Jess bei Gesprächen über den Stab zu belauschen), dann wäre er viel eher gekommen. Dass die Götter den Stab einfach an Jess übergeben, kann Agrios wohl kaum annehmen. Warum sollten sich die Götter dafür interessieren, ob die Schwester von Jess entführt wurde?

Essenz der Götter Serie

Essenz der Götter 1 - Martina Riemer  Essenz der Götter 2 - Martina Riemer

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Martina Riemer

Teile der Serie:

  • Essenz der Götter 1 (472 Seiten)
  • Essenz der Götter 2 (345 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

»Wie kommt es, dass du auch mit geschlossenen Augen immer meine Brüste erwischst?« »Talent einerseits«, sagt er, kommt näher und gibt ihr einen Kuss, »andererseits weiß meine Hand eben von alleine, wo sie hingehört.« »Ich hoffe, die Hand weiß auch, dass sie nur auf meine Brust gehört, sonst«, kontert sie und legt ihre Hand auf seine und verschränkt die Finger mit ihm, »könnte es passieren, dass ich beim nächsten Training mit den Messern abrutsche.«

Buch 1: Loreens Adoptiveltern sind kürzlich bei einem Autounfall gestorben. Loreen ist 17 und wurde in ein Kinderheim gesteckt, dass irgendwo im nirgendwo ist. Loreen trauert und ihr langjähriger Freund is nun auch unerreichbar weit weg.

Loreen erfährt, dass sie zu den Divinus Kriegern gehört. Die Divinus Krieger tragen eine göttliche Essenz in sich. Jeder Divinus Krieger hat andere Gaben (Fähigkeiten) von den Göttern bekommen. Die Divinus (Anhänger der neuen Götter – Zeus und Co) führen Krieg gegen die Titanus (Anhäger der alten Götter – Titanen) aber es steht eher schlecht. Sie benötigen Loreen aus diesem Grund, wie jeden anderen der Götteressenz in sich trägt.

Loreen entscheidet sich aber trotz der Neuigkeit mit Jamie zusammen zu leben – ihrem langjährigen Freund. Erst nach vier Jahren hört sie auf ihr Gewissen und nimmt erneut Kontakt zu den Divinus Kriegern auf. Dort wird sie in deren Geschichte und deren Kampftechniken eingeführt. Sie begegnen ihr aber teilweise mit Misstrauen, weil sie sich nicht sofort für sie entschieden hat.

Der Gedanke, Sky in kleine Scheiben zu schneiden, war kurz durch seinen Geist geflogen, aber Sky ist sein Freund und er und Loreen sind bald Bell-Par.

Dann fällt ihr ein Brief von ihrer Mutter in die Hand, in dem klar wird, dass diese mit allen Mitteln verhindern wollte, dass Loreen bei den Kriegern landet und die undurchsichtige Anführerin der Krieger erfährt davon.

Der Anfang hat schon etwas leicht esoterisches. Das jemand eröffnet bekommt, dass er kein Mensch ist und das direkt schluckt, weil er schon immer so ein Gefühl hatte, ohne Faktengrundlage halte ich nicht für normal. Noch besser wird es dann, wenn der jemand (Loreen) es ihrem Freund (Jamie) erzählt und der auch gleich voll drauf einsteigt. Kann doch jeder nachvollziehen, dass man seinen Freunden erzählt, dass man göttliche Essenz in sich trägt und die das direkt akzeptieren, oder?

Aus Erfahrung weiß Loreen bereits, dass die schlimmen Dinge meist plötzlich passieren, ohne Vorwarnung. Aber dabei vergisst man oft, dass manchmal – wie soeben mit Rion – auch die guten Dinge wie aus dem Nichts geschehen.

Loreen ist sehr naiv und steigt vollkommen auf die Göttergeschichte ein, ohne auch nur ansatzweise zu wissen was sie erwartet und auf wen sie sich einlässt. Sie weiß nicht mal wer der Gegner ist und auf welcher Seite sie kämpfen würde und für welche Ziele. Sie will sofort mit ihrem Freund schluss machen, weil der nun keinen Platz mehr in ihrem neuen Leben hat, das sie noch nicht kennt. Dann steht er vor ihr und sie will doch nicht Schluss machen und er fragt Sie ob sie ihn Heiraten will und sie sagt zu. Von Schluss machen zu Heiraten in unter 5 Minuten ist eine stramme Leistung!

»Du wirst mich verlieren oder ich werde dich irgendwann verlieren. Das ist der Lauf des Lebens. Sterben gehört einfach dazu. Deswegen bringt es nichts, wenn du nicht richtig lebst, denn das andere kommt sowieso. Wäre es dann nicht klüger, das Leben, so kurz es auch sein mag, mit all seinen Facetten vollkommen auszukosten?«

Daraufhin lebt sie etwas mehr als 2 Jahre mit Jamie zusammen, der dann an einem Gehirntumor stirbt. Danach begibt sich in die Behandlung von einem Psychiater und der überzeugt sie, dass sie sich ihrer Verantwortung stellen muss. Daraufhin nimmt sie wieder Kontakt zu den Divinus Kriegern auf, nachdem sie ihre Freizeit nur mit Kampftraining und dem Lernen von altgriechisch verbracht hat.

Die Divinus Krieger leben wie vor Jahrhunderten (warum auch immer) und werden von einem Rat von 5 Personen angeführt, denen man gehorchen muss, wenn man zur Gemeinschaft gehört. Faktisch wird der Rat aber von einer Person angeführt, die quasi ein despotisches Regime führt und nicht nachvollziehbare Entscheidungen trifft. Auch gekämpft wird mit altertümlichen Mitteln.

Manchmal zählt wohl nicht die Dauer einer Bekanntschaft, um deren Wert zu messen.

Um ihre „Art“ zu sichern gibt der Rat vor wer sich mit wem zu paaren hat (ein wenig wie Hundezucht – ok, vielleicht sollte man den Ansatz auch mal überdenken). Die besten Gene müssen weitergegeben werden. Dabei werden Beziehungen oder Liebe vollständig ignoriert. Es drängt sich sogar der Verdacht auf, dass bewusst irgendwelche Spielchen getrieben werden um Menschen zu verkuppeln, die nichts füreinander empfinden. Angeblich basieren die Entscheidungen auf Visionen und Eingebungen der Götter (und das die Götter zu der Anführerin des Rates sprechen stellt natürlich auch niemand in Frage). Das er derartige Menschen gibt, die Macht missbrauchen ist nichts Neues. Ärgerlich und unglaubwürdig wird es immer dann, wenn deren Befehle nicht hinterfragt werden, obwohl die ausführenden Personen gebildet sind und sehr viel Lebenserfahrung haben.

Menschen sind so vielschichtig wie das schimmernde Farbspektrum eines Diamanten, das bei jeder Bewegung andere Nuancen preisgibt. »Danke für deine Ehrlichkeit. Du bist gar nicht so übel, wenn man kurz vorm Durchdrehen ist. Das muss man dir lassen«

Als Loreen zurück bei den Kriegern ist, denkt sie sofort wieder daran, dass sie sich zu Slash hingezogen fühlt. Slash und Loreen zicken sich dann längere Zeit an, weil sie sich vor Jahren für Jamie entschieden hat und er mauert, weil er in der Vergangenheit einen Verlust erlitten hat. Es geht quasi durchgehend darum, dass irgendwer sexuelle Anziehung auf jemand anderen ausübt. Das Kriegsthema gerät die erste Buchhälfte in den Hintergrund.

Die Geschichte wird aus der Perspektive von mehreren Charakteren und mithilfe von Zeitsprüngen erzählt. Es wird zwischendurch immer mal wieder in die Vergangenheit gesprungen. Das macht es streckenweise schwierig die Handlungen oder das Verhalten der Akteure zu verstehen, weil man die Gründe und Ursachen (noch) nicht kennt.

Sie steht komplett nackt vor den beiden Männern und ihr wird klar, warum der andere Typ sie so unverhohlen anstarrt und herablassend grinst. Hastig, und mit heißen Wangen, die wahrscheinlich tomatenrot aussehen, hebt sie die Decke zu ihren Füßen hoch und schlingt sie um ihren Körper. Toller erster Eindruck! Wenn das nicht hilft, um harmlos zu wirken, was dann?, denkt sie grimmig und peinlich berührt.

Beim ersten Buch habe ich ernsthaft überlegt, ob ich abbreche, weil ich weder die Handlungen und Motive der Charaktere nachvollziehen konnte, noch die Geschichte besonders spannend war.

Buch 2: Loreen und Kate werden beschuldigt mit den Titanus paktiert zu haben und so den Angriff auf das Lager der Divinus Krieger ermöglicht zu haben.

Alle Divinus Krieger haben sich aufgrund des Verdachtes, den offenbar jeder als Tatsache hinnimmt von ihr abgewendet, obwohl sie im Kampf diverse Titanus Krieger und andere Kreaturen getötet hat, die Feinde der Divinus waren. Mal wieder folgen die Divinus Krieger blind ihrer Anführerin (ohne dafür einen Grund zu haben). Für Kate bleibt der Verdacht aber offenbar vollkommen folgenlos.

Loreen wird in Neuseeland (mutmaßlich in der nähe der Titanus) ausgesetzt. Aber sind die Titanus wirklich der Feind?

»Du hast um sie getrauert und geweint, den ganzen Weg vom Kolosseum bis in das Lager. Auch in der Nacht waren deine Gedanken bei ihr. Ich habe dich ihren Namen murmeln gehört. Und du wirst sie noch länger betrauern, aber deshalb kannst du nicht aufhören zu leben.«

Das ganze Beschuldingungsszenario entbehrt jeder Logik, weil sie selbst mehrere von den Titanus getötet hat und dabei in Ohnmacht gefallen ist bzw. fast gestorben wäre. Außerdem hat sie dem Bruder von Sky unter Einsatz ihres Lebens gerettet, was sie wohl kaum getan hätte, wenn sie zum Feind gehören würde. Weiterhin hat sie zusätzlich zu ihrer zweiten Fähigkeit eine andere, die eindeutig den Divinus Kriegern zuzuordnen ist. Ihr wird  unterstellt, dass sie zum Feind gehört, weil sie eine bestimmte Form der Magie beherrscht (2. Fähigkeit). Das ist total substanzlos, weil im ganzen ersten Buch kein Grund genannt wird warum überhaupt Krieg zwischen den beiden Parteien herrscht. Im Ursprung waren die Titanus (Kronos und Co) den alten griechischen Göttern zugehörig und die Divinus Kriegern den neuen Göttern (Zeus und Co). Da die Götter aber vereinbart haben, dass sie sich auf der Erde nicht mehr einmischen ergibt der Krieg überhaupt keinen Sinn und wird auch von niemandem hinterfragt.

Wie oft soll ich das noch ertragen, bevor ich zerbreche? Wo steht man im Leben, wenn man auf einen Schlag wieder auf sich alleine gestellt ist? Wer gibt einem Kraft und Halt, wenn die eigenen Beine einen nicht mehr tragen? Was passiert, wenn man Familie und Freunde verliert – verblasst man dann auch selbst und wird zu einem farblosen, leeren Abklatsch seines alten Ichs?

Ganz davon abgesehen wird auch nicht hinterfragt warum die Kreaturen des Tartaros beide seiten angreifen und auch die Argumentation Kate gegenüber (sie sei die einzige, die die Kreaturen des Tartarus beeinflussen kann) ist vollkommen haltlos, weil die Titanus das in der Vergangenheit selbst konnten auch ganz ohne Kate.

Ganz davon abgesehen ist Loreen das beste Beispiel, dass man beide Seiten in sich vereinen kann und der Krieg eh komplett sinnlos ist.

Nach dem verkorksten Start wird das zweite Buch dann aber deutlich besser, weil die Charaktere endlich anfangen nachzudenken und sinnvoll zu handeln und sich auch zunhemend ein Handlungsstrang ergibt.

Fazit:

Und wenn ich dir verrate, was ich weiß und Slash bekommt Wind davon, dann reißt er mir den Kopf ab. Ehrlich, ich mag meinen Kopf dort, wo er ist.«

Die Serie fühlt sich vor allem im ersten Buch an wie Göttergeschichte mit Teenagerdrama mit leichtgläubiger unentschlossener Hauptakteurin und machthungriger, verleiteter Anführerin und Charakteren, die vollkommen ohne jeden eigenen Gedanken naiv einem Anführer folgen (das hat etwas sektenartiges). Die Charaktere benehmen sich vor allem am Anfang wie Kleinkinder, obwohl sie relativ viel Lebenserfahrung haben (weil sie ein deutlich höheres Alter erreichen als Menschen). Sie lieben sich und merken es nicht und reden nicht miteinander und zicken sich lieber gegenseitig an und wenn sie dann doch zueinander finden, dann fuscht der Rat in seiner nicht vorhandenen Weisheit dazwischen.

Nach einem verkorksten Start im zweiten Buch wird es dann aber langsam besser, weil die Handlung vorankommt und sich die Charaktere plausibler verhalten..

Ich bin mit der Buchserie nicht so richtig warm geworden. Zum Glück ist es im zweiten Buch dann besser geworden.

Bewertung:

3/5

Vergleichbare Serien:

  • Ausgehend von dem Götterhintergrund Dämonentochter, mir hat die Dämonentochter Serie aber deutlich besser gefallen

Verwandte Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Zwei Lehrer und ein Schüler fangen neu in einem Kinderheim an und eine Woche später verschwinden alle drei? Sehr unauffällig. Außerdem: Kinderheim und Schule sind doch normalerweise nicht in einem Haus untergebracht, oder?
  • Loreen will telefonisch mir Ihrem Freund Schluss machen, den Sie schon seitdem Kleinkindalter kennt, nachdem sie erfahren hat, dass sie göttliche Essenz in sich hat. Die Entscheidung trifft sie ohne überhaupt zu wissen was sie erwartet, wenn sie den Divinus Kriegern folgt. Das muss ja eine tolle innige Freundschaft gewesen sein, wenn man sie so leicht beendet.
  • Es wird nicht erklärt warum sich die beiden Parteien bekämpfen. Sie handeln im Namen der Götter, die sich aber schon seit Jahrhunderten von der Erde zurückgezogen haben und auch beschlossen haben sich dort nicht ehr einzumischen. Der Kampf ist also komplett sinnfrei. Das ist eigentlich schon im ersten Buch klar, im zweiten Buch wird es dann bestätigt.
  • Die Divinus Krieger leben mit Lederkluft, Pfeil und Bogen, Ackerbau und recht rückständig aber Nagellack und Kaugummi ist ok? Und davon bekommt der Rat nichts mit? Klar, fällt ja auch beides nicht auf. Vor allem wenn beides von der Person benutzt wird, die der der Chefin des Rates die Haushälterin gibt.
  • Loreens Einstellung ist total lächerlich: Sie will zu ihrem Erbe stehen egal was das bedeutet. Da sie Essenz der Götter in sich trägt heißt das, dass sie ohne dies zu hinterfragen in den Krieg zieht, weil die anderen es auch machen und dass sie sich dem willen des Rates beugt, egal was der will.
  • Die Bel Par Politik scheint ja grandios zu funktionieren. Man darf nur Kinder mit jemandem bekommen den der Rat ausgewählt hat, was dann quasi dazu führt, dass fast keiner mehr Kinder hat. Sehr ausgeklügelt vor allem wenn die Population eh schon rückläufig ist.
  • Loreen setzt was auch immer für eine Fähigkeit ein und tötet einen Gegner – verbrennt ihn mit Licht – und die anderen flüchten danach. Wieso wird nach dem Kampf nicht darüber diskutiert? Eigentlich dürfte sie derartige Fähigkeiten nicht haben, weil sie nur eine Fähigkeit haben sollte. Wieso weiß Elderly davon, obwohl sie nicht dabei war?
  • Im ersten Buch gibt ein absolut inszeniertes Drama: Phase 1 – Oh, die große Liebe, ich kann nicht ohne dich, auch was wäre wenn du verletzt wirst – Phase 2: Oh wir dürfen uns nicht lieben, weil die Anführerin es nicht will. Kein Problem, wir machen doch alles was der Rat will… – Phase 3: Oh, jetzt sind wir doch wieder zusammen und alles ist vergeben und vergessen – muss man nichts zu sagen, oder? Mal ennsthaft: Will man mit jemanden zusammen sein, der blind irgendwelchen Anführern hinterher läuft und nicht im Geringsten bereit ist für die Beziehung zu kämpfen, wenn sie von außen bedroht wird?
  • Wenn Loreen angeblich so gefährlich ist, dann ist es vollkomen unlogisch, dass erst Elderly mit ihr zusammen ist und dann zwei Wachen. Mit ihren Fähigkeiten könnte sie beide locker ausschalten, wenn die Annahme über ihre Kräfte stimmt.
  • Wieso kennen die Divinus Krieger einen Spiegel mitten im Wald in Neuseeland? Man muss den Ort vorher schon gesehen haben um dorthin reisen zu können.
  • Vor was hat Loreen im Wald von Neuseeland Angst? Agesehen von Titanus kann ihr dort wenig passieren. Gefährliche Tiere gibt es schlicht keine.
  • Wieso vertraut Loreen darauf, dass die Lebensmittel, die sich bekommt nicht vergiftet sind? Sie weiß nicht welches Spiel Elderly spielt.
  • Wieso stellt niemand in Frage (weder die Titanus noch die Divinus Krieger), warum sie die Kreaturen aus dem Tataros gegen beide Seiten wenden?
  • Die Erklärung mit den Wesen aus dem Tartaros, die vor jedem Angriff der Gegenpartei erscheinen erklärt aber keineswegs wieso die Gegenpartei in dem Moment angreift, in dem auch die Kreaturen auftauchen. Für die eigentliche Kriegssituation machen diese Wesen also eigentlich keinerlei Unterschied, dafür sind die Titanus und Divinus ganz alleine verantwortlich.
  • Dass die Titanus und die Divinus nach Jahrhunderten Krieg plötzlich in ein Lager ziehen und mal eben verdrängen können, dass sie sich gestern noch gegenseitig umgebracht haben, halte ich für sehr unglaubwürdig. Zumal vorher offenbar keiner den Krieg hinterfragt hat. Sie leben jeweils auf der anderen Seite der Welt und somit wäres es überhaupt kein Problem gewesen sich aus dem Weg zu gehen. Warum soll das plötzlich in einem Lager funktonieren, wenn vorher die ganze Welt nicht groß genug war?
  • Die Art und Weise wie die Gefährten an den Kampf mit Uranos herangehen ist sehr blauäugig. Sie haben Räume voller Dokumente mit Informationen und genau eine Person, die den Gott theoretisch besiegen kann, wenn alles gut läuft. Sie wissen aber keineswegs was dafür getan werden muss. Da würde es sich eher anbieten so spät wie möglich zu handeln.
  • Wieso brechen alle für den Kampf auf und wohin überhaupt, wenn dann auf dem Weg nur ein paar Leute zu Uranos nur ein paar Leute sind?! (zumindest liest sich das so – bei dem Angriff des Drachen und beim anschließenden Sturm und Erdbeben nur ein paar Leute erwähnt und danach kommen keine Mehr).
  • Als sie bei den 100 Spiegeln sind, steht im Text: „Hier sind sie laut der Prophezeiung darauf angewiesen einen speziellen Spiegel zu finden, der sie ohne dieses Vorwissen an den richtigen Ort schickt“. Das steht aber nicht in der Prophezeiung
  • Der Bereich im Palast der Götter ist etwas chaotisch geschrieben. Angeblich kann man den Raum mit sehr vielen Spiegeln überblicken aber die Gruppe ist dann so verteilt, dass man den Anfang und das Ende der Gruppe nicht sehen kann, obwohl sie vorher nur ein paar Leute waren, später im finalen Kampf sind dann aber alle anwesend…
  • Loreens Essenz ist angeblich „ausgebrannt“ aber heilen kann sie Slash danach direkt und er lässt er zu, obwohl sich ihre Haarfarbe zu weiß verändert hat und er keine Ahnung hat welche Auswirkungen die Heilung bzw. der Einsatz ihrer Essenz auf sie hat?

Ready Player One Buch

Ready Player One - Ernest Cline

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Ernest Cline

Teile der Serie:

Ready Player One (544 Seiten – keine Serie)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Du bist jetzt schon eine Legende, Alter! Du bist der erste Jäger, der den Kupferschlüssel gefunden hat! Und dann schaffst du auch noch das erste Tor! Du bist berühmter als Jesus! Geht das nicht in deinen verdammten Schädel?«

Nachdem der Film kürzlich erschienen ist, habe ich nun auch die Buchvorlage gelesen. Bei der Filmrezension findet sich auch ein Vergleich zwischen Buch und Film.

Wayne Watts lebt in der Welt der Zukunft. In dieser Zukunft ist die Klimaerwärmung weit vorangeschritten. Die fossilen Energieressourcen sind zur Neige gegangen und der Wohlstand hat deutlich abgenommen. Die Weltwirtschaft steckt in einer jahrzente dauernden Depression. Die Großstädte sind zu Slums verkommen. Die Welt ist also alles andere als toll.

Mit Mädchen zu sprechen kam überhaupt nicht in Frage. Für mich glichen sie einer exotischen außerirdischen Spezies, wunderschön und furchterregend. Sobald ich mich einem Mädchen auch nur näherte, brach mir der kalte Schweiß aus, und ich verlor die Fähigkeit, in ganzen Sätzen zu sprechen.

Neben dieser realen Welt gibt es eine virtuelle Welt – die Oasis. In der Oasis kann man zur Schule gehen, arbeiten, Spielen. Man kann dort alles machen. In der Oasis kann man jeder und alles sein. Für die jüngere Generation ist diese Welt mindestens so wichtig wie die reale Welt, eher wichtiger. Um der Realität zu entfliehen verbringen viele Menschen den Großteil ihrer Zeit in der Oasis.

Der Erfinder dieser Welt hat sehr große Mengen an Reichtum angehäuft. In seinem Testament legt er fest, dass die Person, die drei geheime Bereiche in seiner Welt zuerst entdeckt. Dafür müssen Rätsel gelöst werden und man muss sich mit der Vergangenheit des Erfinders der Oasis beschäftigen. Wer alle Rätsel knackt erhält die Macht über die Oasis und alle finanziellen Mittel.

Dass man sein Leben gründlich an die Wand gefahren hat, erkennt man daran, dass alles den Bach runtergeht und man sich nur noch mit seiner Systemagentensoftware unterhalten kann.

Aus diesem Grund versucht Innovative Online Industries mit einer Horde von Angestellten (die Sechser) professionell nach den versteckten Schlüsseln zu suchen.

Weder die freien Spieler (die Jäger), noch das Unternehmen war dabei in den letzten Jahren erfolgreich.

Der Erfinder der Welt war ein Nerd und Fan der Kultur der 80er. Da die Jäger sich mit ihm beschäftigen, kommt es zu einem Revival der 80er Jahre (das Buch stellt eine Hommage an die Kultur dieser Zeit dar).

So furchteinflößend und schmerzhaft die Realität auch sein kann, sie ist der einzige Ort, an dem man wahres Glück finden kann. Weil die Wirklichkeit echt ist. Verstehst du?«

Um die diversen Anspielungen im Buch zu verstehen und sich an seine Jugend zurückerinnert zu fühlen muss man mindestens 40 Jahre alt sein. Etwas älter schadet auch nicht. Für Junge Leser unter 20 dürften die meisten Spiele und Serien vollständig unbekannt sein, wenn sie keinen Nostalgiefaible haben.

Fazit:

Während ich mir ein paar Frühstücksflocken-Werbespots aus den 80ern ansah, fragte ich mich irgendwann, warum die Hersteller heutzutage keine Spielsachen mehr in die Schachteln taten. Ganz ohne Zweifel ein weiteres Anzeichen dafür, dass unsere Zivilisation den Bach runterging!

Im Buch wechseln sich immer eher nerdige Passagen über Filme, Spiele, Technik mit Passagen ab wo es eher um Inhalte geht. Die nerdigen Passagen nehmen den Schwung teilweise deutlich raus. Die eigentliche Handlung ist somit relativ kurz und der nerdige Rest teilweise nicht sonderlich spannend

Das Buch ist relativ schlampig geschrieben. Es sind einige logische Fehler und Patzer vorhanden.

Die Geschichte ist kreativ und mal was komplett anderes. Mir hat das Buch in Summe gefallen. Etwas mehr Sorgfalt hätte dem Buch aber sehr gut getan.

Bewertung:

3,5/5 (darin sind 0,5 Abzug wegen der diversen Fehler enthalten, die mich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen haben)

Vergleichbare Serien:

Verwandte Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Der Heimtrainer als umgebauter Dynamo reicht dafür ruck zuck alte Batterie aufzuladen für einen Heizstrahler und den ganzen Tag Zugang zu Oasis? Tja, wenn es so wäre, dann hätte die Welt in der Wayne lebt wohl keine Energieprobleme
  • Wie kommt man denn ins Internet ohne Kabelanbindung in einem Endzeitszenario? Alles ist mit mobilem kostenlosem Breitband versorgt, so dass Massenhaft Leute mit hohen Datenraten und minimalen Latenzen auf engstem Raum angebunden sind?
  • Dass der Autor für alles Mögliche das Wort programmiert verwendet zeigt, dass er nicht so nerdig ist. Eine Visitenkarte programmiert oder einen Planeten?! Evtl. sollte er sich mal aufschlauen was programmieren und designen ist bzw. welche Werkzeuge man dafür benutzt. Der Begriff programmieren hat zwar in den 80er noch in der Form gepasst, wie er hier angewendet wird (da hat wirklich noch eine Person ein Spiel programmiert), aber 2018 nicht mehr und in 2040 mit Sicherheit nicht mehr. Heute arbeiten Teams von hunderten von Leuten über Jahre an einem Spiel. Die Oasis wäre somit auch nicht von einer Person erschaffen worden, da sie noch viel größere Dimensionen hat.
  • Das der „Quellcode“ von einem Planeten kopiert wird ohne die Anteile von dem Code für die Gruft des Grauens halte ich nicht für sehr realistisch. Wenn die Oasis funktionieren soll, dann kann es nicht sein, dass die Inhalte alle über programmieren hinzugefügt werden. Dafür muss es standardisierte Werkzeuge geben und die haben nichts mit programmieren zu tun. Der Code müsste schon außerdem extrem gut geschützt sein, sonst wären eh sämtliche Rätsel innerhalb von ein paar Tage geknackt, weil die Mitarbeiter von Oasis sich die Lösungen anschauen könnten. Die Mitarbeiter können vielleicht nicht mitmachen aber sich bestechen lassen.
  • Bei dem TRS-80 wird beschrieben, dass er automatisch das Programm von Datasette startet. Da das für frühe Computer total untypisch war, dass sie irgendwas automatisch machen, habe ich kurz recherchiert. Offenbar war auch bei diesem Computer ein Befehlt dafür erforderlich. Das beschriebene Verhalten (automatischer Start) gab es z.B. beim Amiga, wenn man eine Diskette eingelegt hat.
  • Nach dem ersten Rätsel stimmen sämtliche Zeitangaben nicht. Parzival beginnt mit dem Rätsel Donnerstagabend bis in den Freitag hinnein. Dann pennt er 12 stunden und am nächsten Tag ist wieder Schule? Der nächste Tag ist ein Samstag. Samstag findet offenbar aber kein Schulunterricht statt, weil Parzival vorher schon erwähnt hat, dass er danach das ganze Wochenende Zeit hat, wenn er sich entschließt am Freitag zur Schule zu gehen (was er dann aber nicht macht). Er öffnet das Tor also Freitagmorgen und schläft dann bis Freitagabend.

Auch die Tage danach passen nicht. Angeblich sind 4 Tage vergangen und an jedem Tag kam ein weiterer Name auf dem Scoreboard hinzu. Donnerstag Parzival (erster Eintrag), Freitag Art3mis, Samstag Aech, Sonntag Daito und Shoto. Danach wird dann aber erwähnt, dass letztere Freitag das Rätsel geknackt haben.

Danach steht dann im Buch: Am Freitag … sah ich Millionen von Nachrichten durch… Damit war ich schon die ganze Woche beschäftigt“

4 Tage sind vergangen, seitdem alles angefangen hat und er hat schon vor einer Woche angefangen Nachrichten zu bearbeiten, die er nicht hatte?!

Hab ich was verpasst oder wurde im Lektorat komplett gepennt?

Sogar das elementare Element des Buches – das Scoreboard ist falsch. Aus Seite 220 haben Daito und Shoto 107000 Punkte (falsch). Auf Seite 287 haben sie dann 107000 und 106000 Punkte (korrekt).

Shato sagt Wade „Die Sechser haben gestern Abend meinen Bruder umgebracht“. Zeit scheint für den Autor relativ zu sein. Direkt davor schreibt er nämlich, dass bereits mehrere Tage vergangen sind seitdem IOI den Schlüssel errungen hat und das ist fast zeitgleich mit Shato passiert.

Art3mis sagt, dass ihr Avatar Level 51 hat, ein paar Seiten später zückt sie eine Visitenkarte auf der Level 52 angegeben ist.

Und noch ein Beispiel: Bei der Begegnung mit Aech setzt Parzival sich auf den Beihfahrersitz des Wohnmobil, beugt sich vor umarmt sie (stelle ich mit bein einem Wohnmobil schwierig vor) und tritt danach im Sitzen einen Schritt zurück?!

  • Art3mis ist schon Jahrelang in der Oasis und ist „nur“ Level 51/52 und danach ruck zuck auf 99. Das ist total unrealistisch. Jedes Levelsystem in derartigen Spielen ist so ausgelegt, dass es obenrum immer länger dauert. Wenn sie Jahre für Level 51 oder 52 benötigt ist sie nicht mal eben auf 99.
  • Einige technische Darstellungen sind übertrieben: Eine Festplatte die so groß ist, dass sie das wissen der Menschheit speichert wird es auch im Jahre 2040 nicht geben. Dafür ist der technische Fortschritt nicht schnell genug. Zumal die generierten Datenmengen mit der Festplattengröße steigen (hochauflösendere Bider, Videos usw). Genausowenig benötigt es zwei Roboterarme um einen Sitz in alle Richtungen zu drehen. Einer reicht vollkommen, zwei sind nur hinderlich – das kann man sich heute bei jedem Industrieroboter anschauen. Nur passt der natürlich nicht in eine normale Mietwohnung bzw. hier ist ja sogar die Rede von nur einem Zimmer in dem die Roboter installiert sind (ok, das verbuche ich mal unter technischem Fortschritt, leichten Materialien usw.). Schleusen mit Sicherheitstüren und Durchleuchtungseinrichtung darf man in Mietwohnungen für gewöhnlich auch nicht einbauen. Der Einbau wäre nebenbei auch recht schwierig geworden, während Wade in der Wohnung lebt und dabei hätten ihn auch diverse Handwerker zu Gesicht bekommen. Da nur sehr wenige Leute so viel Geld haben wäre er damit direkt wieder aufgefallen.

Fitnesstraining in einem komplett geschlossenen Ganzkörperanzug ist bestimmt auch ein Erlebnis.

  • Wade bekommt mehr Geld bei einem Standardjob als Telfonsupporter als durch seine diversen Werbeverträge und das als Weltstar?! Und das in einer Zeit in der sich kaum jemand mehr eine Wohnung oder gar ein Haus leisten kann? Da muss ich nichts zu sagen, oder? Das er davon ist beschrieben Ausgaben stemmen kann ist komplett unrealistisch. Dann hätte jeder Weltweit Hightechausrüstung für die Oasis, der irgendeinen Job hat.
  • Am Anfang erzählt Wade großspurig, dass er selbst quasi alle Spiele ohne Lösung schaft, später schaut er aber selbst ständig in irgendwelche Guides, How Tos, Videos usw.
  • Das Blade Runner Rätsel löst Wade per Zufall. Wie soll IOI das geknackt haben?!
  • Wie kann IOI einen Haftbefehl haben? IOI ist nicht die Polizei, sondern ein Privatunternehmen, das Internetzugänge zur Verfügung stellt. Das Equipment von Wade wäre übrigens locker 20.000$ Wert und somit ist die ganze Aktion komplett unlogisch, weil das reine Pfänden gereicht hätte um seine Schulden zu bezahlen. Vermutlich war selbst die Tür teurer als sein Gesamtbetrag an Schulden. Wade hätte schon deutlich größere Schulden haben müssen. Zumal die ganze Geschichte komplett unlogisch ist. Eine Kreditkarte hat ein bestimmtes Limit. Da Wade aber als arbeitslos gilt, hätte er wohl kaum eine Karte derart hoch überziehen können.

Mal ganz abgesehen davon, dass man den Kredit längere Zeit nicht zurückzahlen muss, um überhaupt in Verzug zu raten. Offenbar hat Wade das aber alles mal Eben ins IOI System gehackt, obwohl er kein Hacker ist.

  • Der „Plan“ von Wade ist kompletter Schwachsinn. Da möchte man fast den Drehbuchschreibern danke dafür sagen, dass sie das im Film anders dargestellt haben.

Er kauft irgendwo alte Passwörter (vor 7 Monaten, die Passwörter können also noch älter sein – mal abgesehen davon, dass 2040 evtl. eher mit biometrischen Systemen gearbeitet wird, müssen bei fast allen wichtigen Systemen die Passwörter regelmäßig geändert werden). Dazu kommt, dass Wade keine Ahnung hat was ihn bei IOI erwartet und ob er irgendwie Zugang auf relevante IOI Daten erlangt. Zusätzlich weiß er nicht, ob IOI in der Zeit die er als Zwangsarbeiter verbringt nicht längst das Ei gefunden hat und er weiß auch nicht wie und ob er die Daten aus dem Unternehmen schmuggeln kann.

  • Wieso wird Daito von IOI umgebracht, Art3mis und Shato aber nicht?
  • Wenn man liest wie Wade seine Identität lustig hin und her ändert, könnte man meinen, dass in IT Systemen keine Änderungsbelege geschrieben werden.
  • Die Mail von Parzival an alle Jäger ist toll: „Unser Angriff beginnt morgen Mittag“. Das ist ja eine Präzise Zeitangabe für einen Angriff bei dem es um alles geht…
  • Es ist nicht sehr realistisch, dass ein „Spiel“ bei dem man nur ein Leben hat ein Weltphänomen wird. Derartige Spielmodi gibt es z.B. bei Diablo und anderen Spielen (Schwierigkeitsgrad „Hölle“). Das ist aber nur was für absolute Freaks. Der Standardspieler erwartet eher, dass er für den Tod im Spiel quasi nicht bestraft wird. Die Zeiten wo das so war, sind lange vorbei.
  • Das Sorrento der beste Spieler von IOI ist, halte ich für sehr unwahrscheinlich nach allem was man vorher über ihn erfährt ist er lediglich ein blasierter Angeber.

Ready Player One Film

Read Player One - Steven Spielberg

© Warner Bros. Pictures

Originaltitel:

Ready Player One

Laufzeit:

140 Minuten

Jahr:

2018

Veröffentlichungsdatum:

05.04.2018

Regisseur:

Steven Spielberg

Buchgrundlage:

Ready Player One von Ernest Cline

Hauptdarsteller:

Tye Sheridan, Olivia Cooke, Ben Mendelsohn, T.J. Miller, Simon Pegg, Mark Rylance

Rezension und Inhalt:

Ja, das ist ein Buchblog und eigentlich haben Filme hier ja nichts zu suchen. Aber da Filme ja sehr oft auf Büchern basieren, ist es ja naheliegend auch Filme zu rezensieren. In diesem Fall habe ich den Film gesehen und das Buch dazu noch nicht gelesen. Das Buch werde ich mir im Nachgang zum Film sicher auch anschauen.

Der Film handelt von einer Zukunft in der viele Menschen in Armut Leben und die Ressourcen weitgehend aufgebraucht sind. Viele Menschen flüchten in eine virtuelle Welt die Oasis heißt in der sie sein können und machen können was sie möchten. Diese Welt hat ihren Erfinder extrem reich gemacht, ihm ging es aber nie darum reich zu werden, sondern um den Spaß und die Ideale in dieser Welt.

Bevor der Erfinder stirbt, versteckt er sein Erbe in Form von drei Schlüsseln in dieser Welt. Wer diese drei Schlüssel als erster findet wird sein Erbe antreten und über die Zukunft der Virtuellen Welt entscheiden und seinen Besitz übernehmen.

Da dies ein immenser Wirtschafts- und Machtfaktor ist kämpfen auch Konzerne um diesen Sieg und setzen dafür immense finanzielle Mittel ein. Die Rätsel sind aber so ausgelegt, dass man zur Lösung eine gewisse Nerdigkeit und Fantasie besitzen muss.

Parzival und seine Freunde sehen sich als Fans dieser Welt im besten Sinne und versuchen trotz der Übermacht der Konzerne diesen Sieg zu erringen und die virtuelle Welt zu schützen. Dabei lernt er Art3mis (Artemis) kennen und zwischen den beiden funkt es relativ schnell.

Manchmal ist es ja auch ganz gut den Film zuerst zu schauen, weil man oft enttäuscht ist, wenn man das Buch zuerst gelesen hat. Hollywood hält sich ja in der Regel nur sehr grob an die Rahmenhandlung von Büchern. Klar muss ein Drehbuch zu einem gewissen Grad angepasst werden (vor allem, wenn das Buch viel mehr Handlung liefert, als sich im Film unterbringen lässt). Oft meinen Drehbuchautoren aber auch einfach nur, dass sie es besser können als der Autor und optimieren die Handlung kaputt.

Aber nun zu Ready Player one. Der Film hat mir sehr gut gefallen. Das hat mehrere Gründe. Ich war in der Vergangenheit selber zeitweise ein extremer Spieler von Onlinespielen. Dem Film gelingt es auf erstaunliche Weise den Nerd anzusprechen und zugleich massentauglich zu sein. Oft nimmt sich der Film selbst nicht ganz ernst (beispielsweise wird dargestellt, wie die Leute alle mit VR-Headsets auf der Straße rumrennen und nichts anderes mehr machen – haben wir heute schon mit Handys, es wird eine extreme Heldenverehrung und Nerdigkeit gezeigt – ich sage nur Bill Gates, Steve Jobes usw. und das Gewinnen des Spiels wird am Ende so bewundert, als wenn ein Jahrhundert Ereignis stattfindet). Diese Liste lässt sich endlos fortsetzen.

Weiterhin bezieht sich der Film auf diverse andere Filme und stelt quasi eine Hommage dar (Herr der Ringe, Chucky, Shining, Zurück in die Zukunft, …) dar.

Die virtuelle Welt fühlt sich echt an und das Gemeinschaftsgefühl erkennt jeder Onlinespieler der älteren Stunde sofort wieder (heute sind derartige Spiele meist so ausgelegt, dass man auch alles alleine kann und es auch so einfach ist, dass kein Frust aufkommt).

Fazit:

Toller Film der Potenzial zum Kultstatus hat, weil er mutig ist und eine Hommage an Filme, Videospiele und Popkultur. Es ist aber auch ein Spielbergfilm und somit vielleicht einen Touch zu sehr auch auf das jüngere Publikum ausgerichtet.

Da ich das Buch noch nicht gelesen habe bezieht sich die Bewertung auf den Film selbst und nicht auf einen Vergleich mit dem Buch. Sobald ich das Buch gelesen habe, werde ich bei Filmwertungen eine Zweite Bewertung einführen, die den Film im Vergleich zum Buch bewertet.

Der Film ist endlich mal wieder was neues, da heute meist eine Fortsetzung nach der nächsten gedreht wird und man nur noch auf Sicherheit geht.

Bewertung:

4/5

Film im Vergleich zum Buch:

Im Gegensatz zum Buch (Rezension) sind die Quests im Film komplett anders dargestellt und eher massentauglich. Das Autorennen hat nie stattgefunden und hätte von Parzival auch nicht gespielt werden können, weil er einen Char mit Level 3 und 0 Credits hatte. Das Auto hat er erst nach Abschluss des ersten Tores bekommen.

Im Buch wird Wade als dick (wegen der schlechten Nahrung) dargestellt und hat Akne. Später trainiert er dann aber hat weder Haare noch Wimpern. Auch Art3mis wiegt mit 1,68 84kg und ist somit stark übergewichtig. Ok, das ist natürlich Hollywooduntauglich. Wer will das in einem Film sehen, bei dem sich die Charaktere am Ende verlieben (wie quasi immer in Hollywoodfilmen).

Weiterhin lernt Prazival Art3mis anders kennen als im Film gezeigt und zieht nach dem Attentat auf seinen Wohncontainer um, wird also nicht direkt von Freunden von Art3mis oder einer Widerstandsbewegung aufgegriffen. Die Kennenlernphase zwischen Parzival und Art3mis ist deutlich länger als im Film.

Die Szene im Tanzclub hat vergleichbar stattgefunden (auch wenn es im Buch keine Geburtstagsparty war), ist aber im Buch sogar spektakulärer als im Film. Danach herrscht zwischen Art3mis und Wade über Monate Eiszeit und die Verbindung zu Aech hat sich von vorher abgekühlt, weil sich Wade nur noch mit Art3mis getroffen hat. Im Film wird es so dargestellt als wenn die Beziehung zwischen Aech und Wade nie gelitten hat.

Zwischen der ersten und der zweiten Quest vergeht im Buch ziemlich viel Zeit mit weitgehend belanglosem Getexte. Aech gibt Parzival den entscheidenden Hinweis und Parzival löst die Quest erst nach Art3mis und Aech. Daito stirbt bei der zweiten Quest (und zwar nicht nur als Avatar, sondern er wird von IOI umgebracht). Von einer Teamleistung wie im Film kann im Buch also keine Rede sein. Sorrento (IOI) meistert das zweite Tor als erster und findet auch den dritten Kristallschlüssel als erster.

Das zweite Leben erspielt sich Wade per Zufall auf der Suche nach er Lösung für die zweite Quest. Den NPC, der die Erinnerungen verwaltet gibt es im Buch nicht und die Bibliothek in dieser Form auch nicht. Ogden Marrows leistet aber sehr wohl Schützenhilfe aber nicht als Bibliothekar NPC, sondern als Avatar in der Oasis bzw. anschließend im realen Leben.

Weiterhin gibt es auch den Lakaien von Sorrento nicht, der im Film vorkommt und für ihn das magische Schild beschafft und Art3mis und Pazival verfolgt.

Das Dritte Tor lässt sich nicht allein öffnen und nur deshalb kommen die Konkurrenten Art3mis, Parzival, Shoto und Aech wieder zusammen.

Bevor es dazu aber überhaupt kommt opfert sich Wade für die drei (im Film passiert es aber genau andersrum – da opfert sich Art3mist für Wade).

Aech ist kein Mann sondern eine korpulente Afroamerikanerin und der Finale Kampf findet von Ogdens Haus aus statt und nicht aus dem Wohnmobil. Jeder der vier Shoto, Aech, Art3mis, Prazival hat durch die vorherige Quest einen riesigen Kampfroboter. Da jeder der die Quest löst einen riesigen Kampfroboter bekommt (zumindest die ersten 100), haben die IOI Leute lt. Buch zumindest 11. Shato greift Sorrento im letzten Kampf an, getötet wird Sorrento aber von Parzival.

Am Ende werden die getöteten Charaktere von Art3mis, Aech und Shato von Parzival wiederbelebt, der nun unendliche Macht in der Oasis hat.

Das Buch ist um einiges düsterer als der Film und deutlich nerdiger allerdings auch mit sehr vielen Fehlern gespickt (logische Fehler oder einfach Schlamprerei).

Zusammenfassend kann ich sagen, dass grundsätzliche Elemente im Film beibehalten werden, dass der Film aber nur noch sehr begrenzt mit dem Buch übereinstimmt. Ich finde den Film deswegen aber nicht besser oder schlechter, eben einfach nur anders. Allerdings wäre es auch nicht nötig gewesen alles über den Haufen zu schmeißen was im Buch steht. Aber das entspricht der typischen Arroganz von Drehbuchautoren. Die meinen fast immer, dass sie es besser können als die Buchautoren mit ihrer Vorlage.

Übereinstimmung Film im Vergleich zum Buch:

2,5/5

Link zur Buchrezension:

The Titan Series Book 4 – The Prophecy (Götterleuchten Band 4) Buch

The Titan Series Book 4 Prophecy - Jennifer L. Armentrout

Da ich ja mal wieder nicht auf die deutsche Übersetzung warten konnte, habe ich mir vorab die englische Variante des letztes Teils der Götterleuchten Serie durchgelesen. Vorab: Es hat sich gelohnt.

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Jennifer L. Armentrout

Teile der Serie:

Götterleuchten 1 – Erwachen des Lichts (432 Seiten)
Götterleuchten 2 – Im leuchtenden Sturm (432 Seiten)
Götterleuchten 3 – Glanz der Dämmerung (432 Seiten)
The Titan Series 4 – The Prophecy (English Edition) – Deutsch zum Zeitpunkt der Rezenson noch nicht verfügbar

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Nachdem Seth zwei Titanen getötet hat, treten zu Beginn von Buch 4 diverse fatale Ketteneffekte auf. Seth beginnt zu realisieren welche Konsequenzen seine Handlungen haben und welches Leid er verursacht hat. Dank Josie denkt er aber wenigstens darüber nach. Das ist ein echter Fortschritt für Seth. Josies Schwangerschaft schreitet voran und es gibt noch immer diverse Titanen, die es einzusperren gilt. Seth hat sich dank Josie zu einem zumindest halbwegs vernunftbegabten Wesen entwickelt. Weiterhin gilt es einen weiteren Halbgott zu finden, mit dem die Titanen hoffentlich wieder eingesperrt werden können. Die Titanen sind natürlich auch nicht untätig…

Josie schreitet in ihrer Schwangerschaft voran und Seth und Josie sind weiterhin im 7. Himmel.

Am Ende treten aber diverse unerwartete Ereignisse auf.

Fazit:

Das letzte Buch der Serie recht kurz aber trotzdem sehr gut. Ein typisches Armentrout Buch mit Arbenteuer, Lovestory und lockerem Schreibstil. Nachdem ich mich in Buch 2 über vollkommen unlogische Art und Weise wie Seth zum Gott geworden ist aufgeregt hatte, versöhnt diese Buch wieder, zumal Seth endlich mal nachdenkt.

Das Ende ist sehr Abwechslungsreich und gleich in mehrfacher Weise dramatisch. Top!

Bewertung:

5/5

Die Rezension der Serie gibt es hier.

Vergleichbare Serien:

Verwandte Serien:

Dämonentochter (Vorgänger)

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

Biss Serie

Biss Midnight Sun - Stephenie Meyer    Biss zum Morgengrauen - Stephenie Meyer  Biss zur Mittagsstunde - Stephenie Meyer  Biss zum Abendrot - Stephenie Meyer  Biss zum Ende der Nacht - Stephenie Meyer

Mehrfach gelesen:

Ja

Autor(in):

Stephenie Meyer

Teile der Serie:

  • Midnight Sun (264 Seiten – Kapitel 1-10 aus Edwards Sicht nur Englisch und als geleakter Entwurf)
  • Biss zum Morgengrauen (532 Seiten)
  • Biss zur Mittagsstunde (580 Seiten)
  • Biss zum Abendrot (640 Seiten)
  • Biss zum Ende der Nacht (801 Seiten)

Gelesenes Format:

Buch 1 Gebundene Ausgabe, Gesamtserie eBook

Rezension und Inhalt:

Dabei hätten sie bei ihrem Aussehen und der Art und Weise ihres Auftretens genauso gut in Lumpen gehen können. War es nicht zu viel des Guten, nicht nur blendend auszusehen, sondern auch noch Geld zu haben? Doch soweit ich das beurteilen konnte, war es meistens so im Leben.

Obwohl, so richtig glaubte ich das nicht. Ihre Isolation musste von ihnen gewollt sein – ich konnte mir nicht vorstellen, dass solcher Schönheit irgendwelche Türen verschlossen blieben.

Ich habe zuerst die Filme gesehen und fand die Filme nicht toll. Ich dachte mir dann, dass ich den Büchern auch eine Chance geben sollte und habe mir das erste gekauft. Dann stand es jahrelang im Schrank, weil die Filme mich zu Annahme geführt haben, dass das es sich um eine recht laue Teenager Liebesschnulze handelt. Weit gefehlt.

Ich habe jetzt die Biss Gesamtausgabe und Midnight Sun (Edwards Sicht der ersten 10 Kapitel) bisher 3x gelesen und ich kann nur sagen das ist bzgl. der Geschichte einfach genial geschrieben. Jeder Satz und jede Andeutung hat einen Sinn. Das wird einem erst vollkommen klar, wenn man auch Edwards Perspektive liest. Ich liebe die Gesprächszenen zwischen Bella und Edward und wie sie beide versuchen die Reaktionen und Gesichtsausdrücke und Körpersprache des Gegenübers zu interpretieren und oft richtig aber manchmal auch total falsch liegen. Das ist aus meiner Sicht das beste an den Büchern.

Für mich eine der besten Buchserien überhaupt und definitiv die beste Liebesgeschichte, die ich bisher gelesen habe. Und ich bin nicht die typische Zielgruppe (männlich und deutlich über dem Zielalter) und habe durchaus schon diverse Buchserien gelesen.

Es war tatsächlich so, als wäre jemand gestorben – ich. Denn ich hatte nicht nur die einzig wahre Liebe verloren – falls das noch nicht ausreichte, um jemanden umzubringen. Ich hatte auch eine ganze Zukunft verloren, eine Familie – das ganze Leben, für das ich mich entschieden hatte …

Ich habe mir die Filme jetzt noch mal angesehen und mein Eindruck bleibt unverändert. Das Buch ist um Längen besser, weil der Großteil der Magie im Film nicht oder nur schwer darstellbar ist. Dazu kommt noch, dass man in den Filmen die Teenager vom verhalten eher als Kinder darstellt – das ist oft eher zum Fremdschämen.

Mit der Buchserie liegt man also goldrichtig. Man muss allerdings etwas romantisch veranlagt sein. Wenn man auf die pure Liebe glaubt oder zumindest hofft, und absolute Treue nicht als unmodern betrachtet (viele wechseln die Partner heute ja sehr häufig und die Ehe ist auch nur ein 5 Jahresthema), dann stellt die Liebesbeziehung nahezu das Ideal dar.

Die Zeit erste Zeit nach der Verwandlung als Vampir, in der Bella die Welt neu erkundet ist genial. Das fängt mit dem Streit mit Jakob an, weil er auf Nessi geprägt ist und geht bis zum Austesten ihrer neuen Fähigkeiten. Allein darüber könnte ich ein Buch lesen. Wir wäre es mit “Das erste Jahr im zweiten Leben von Bella”.

Fazit:

In dem Amazon Rezensionen hatte jemand geschrieben, dass er den Büchern verfallen ist. Das trifft auch mich auch zu. Auch wenn das jetzt schnulzig klingen mag: Mir ging es nach dem Lesen der Bücher so, dass ich etwas vermisst habe, dass ich vorher nicht mal gesucht habe. Das ist wohl das größte Kompliment, was man den Büchern machen kann. Es mag ja sein, dass die dargestellte Liebesbeziehung in der Realität so nur sehr selten vorkommt aber erstrebenswert / beneidenswert (im positiven Sinne) ist sie aus meiner Sicht trotzdem. Zumal alle Realitätsvergleiche eh hinken, weil mir bisher noch keine Vampire begegnet sind, die mir zum Vergleich dienen könnten.

Bewertung:

5/5

Vergleichbare Serien:

Verwandte Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

Noch ein paar Worte zu einigen Kritiken, die ich gelesen habe. Es wird z.B. kritisiert, dass es vollkommen unrealistisch ist, dass Edward auf Bella steht, weil nur tollpatschig sein wohl kaum ausreichend ist für eine Liebesbeziehung. Wenn man Edwards Perspektive liest, dann wird schnell klar, dass er diesen Punkt zu Beginn nicht realisiert, sondern zuerst, dass er ihre Gedanken nicht lesen kann (das ist wohl ein wesentlicher Punkt, weil er es gewöhnt ist jeden sofort zu „durchschauen“). Danach bemerkt er, dass sie selbstlos, rücksichtsvoll, verantwortungsbewust, aufmerksam, emphatisch, eine Geheimnisbewahrerin ist (oder in seiner Zusammenfassung durch und durch gut) und oft anders reagiert, als er es erwartet. Und er hat einen Beschützerinstinkt ihr gegenüber, weil sie ihm so verletzlich erscheint (vermutlich ist er zu dem Zeitpunkt aber schon verliebt, ohne es zu bemerken).

Weiterhin wird kritisiert, dass Edward ein Stalker ist und Bella unterdrückt. Letzteres kann man wohl kaum behaupten, wenn man das ganze Buch gelesen hat. Irgendwelche Feministinnen gehen wohl immer auf die Palme. Und das Stalker Thema ist auch kaum relevant, wenn man bedenkt, dass es Bella nicht stört und die Motive berücksichtigt (immerhin schwebt sie lange Zeit eher in Lebensgefahr – man könnte ihm schon eher vorwerfen, dass er selbst am Anfang die Gefahr ist – aber das macht er selbst ständig). Und hey, einem Löwen werfen wir ja auch nicht vor, dass er auf die Jagd geht, oder?

Ein anderer Kritikpunkt ist, dass Bella in Depressionen verfällt, als er „schluss macht“ (wobei der Ausdruck etwas trivial ist, wenn man seine Motive berücksichtigt). Wenn man andere moderne Jugendbücher liest (Die Bestimmung, Tribute von Panem), dann würde ich die Stimmung hier als noch gut bezeichnen. Zumal das Leben auch nicht immer nur toll ist (bei den meißten Leuten wohl noch viel weniger als bei Bella, wenn auch die wenigsten regelmäßig in Lebensgefahr schweben). Warum soll ein Buch das nicht darstellen? Außerdem – was soll man denn bei Romeo und Julia sagen, wenn man das Verhalten hier schon schlimm findet (Depression vs. Selbstmord)?

Es wird kritisiert, dass Bella Edward anhimmelt. Das beruht auf Gegenseitigkeit und ich kann daran nichts schlimmes erkennen. Im Gegenteil macht das den Haupteil der Faszination des Buches aus. Eben nicht alle paar Monate den Partner zu wechseln und sich gegenseitig zu vertrauen. Auch wenn das heute unmodern ist.

Was man kritisieren kann ist die teilweise fehlende Logik bzgl. der Vampire oder ihrer Fähigkeiten. Beispielsweise können die Vampire tagsüber nicht raus, wenn sie Sonne scheint, weil sie dann glitzern. Der Effekt würde wohl auch entstehen, wenn sie im Scheinwerferlicht stehen. Somit würde sich das Problem nicht nur bei Sonne ergeben, sondern unvorhersehbar im Alltag.

Kate besitzt die Fähigkeit ihre Haut unter Strom zu setzen uns somit Angreifer unschädlich zu machen. Das ist wohl kaum eine geistige Fähigkeit und könnte somit von Bella auch nicht abgewehrt werden.

Der Schreibstil ist hier und da etwas hölzern. Beim ersten Durchlesen ist mir das nicht aufgefallen, weil ich mich mehr auch die Geschichte und Emotionen als auf die Details konzentriert habe. Beim mehrfachen Lesen fällt es aber zunehmend auf.

Das Ende nach dem finalen Showdown kommt sehr aprupt. Hier hätte der geneigte Leser nach mehreren tausend Seiten etwas mehr verdient. Das heißt nicht, dass ich gerne die nächsten 20 Jahre im Kurzformat haben möchte aber ein paar Wochen danach zum versönlichen Ausklang wären schön gewesen.

Bleibt zu hoffen, dass Edwards Sicht (die ersten 10 Kapitel gibt es nur als nicht offizielle Version / Entwurf) noch weiter geschrieben wird. „Bellas erstes Jahr als Vampir“ könnte ich mir auch gut vorstellen. Ich fand die Zeit nach ihrer Verwandlung war die interessanteste und lustigste im Buch. Aber scheinbar war es das und die Autorin hat die Lust verloren. Somit sind die Chancen recht gering, dass es noch weiter geht. Aber wie heißt es so schön: Alle guten Dinge gehen zu Ende

Die Kritikpunkte sind aus meiner Sicht vernachlässigbar, wenn man bereit ist sich auf die Geschichte einzulassen.

Dämonentochter Serie

 

Daimon The Prequel to Halfblood - Jennifer L. Armentrout    Dämonentochter 1 Verbotener Kuss - Jennifer L. Armentrout  Dämonentochter Verlockende Angst - Jennifer L. Armentrout  Dämonentochter 3 Verführerische Nähe - Jennifer L. Armentrout  Elixir a Convenant Novella - Jennifer L. Armentrout  Dämonentochter 4 Verwunschene Liebe - Jennifer L. Armentrout  Dämonentochter 5 Verzaubertes Schicksal - Jennifer L. Armentrout

Mehrfach gelesen:

Ja

Autor(in):

Jennifer L. Armentrout

Teile der Serie:

  • Daimon (Prequel) – nur Englisch (117 Seiten)
  • Dämonentochter 1 – Verbotener Kuss (449 Seiten)
  • Dämonentochter 2 – Verlockende Angst – (481 Seiten) Zusätzlich als englischer Download verfügbar Zoo Szene + Liebestrank Szene aus Aidens Sicht)
  • Dämonentochter 3 – Verführerische Nähe (481 Seiten)
  • Elixir – nur Englisch und spielt zwischen Buch 3 und 4 (115 Seiten)
  • Dämonentochter 4 – Verwunschene Liebe (513 Seiten)
  • Dämonentochter 5 – Verzaubertes Schicksal (449 Seiten)

Götterleuchten ist als Serie eine direkte Fortsetzung und beginnt ein paar Monate später. Die meisten Charaktere dieser Serie tauchen dort wieder auf.

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Eine Berg- und Talfahrt der Emotionen trifft diese Buchserie vollkommen.
Die Charaktere und die Story haben mich anfangs nicht nicht wirklich angesprochen. Es geht um eine fiktive Götterwelt mit Sklaven, Halbblütern und Reinblütern.

»Ist schon in Ordnung«, antwortete Apollo und lächelte Seth auf komplett unheimliche Art an, die sagte: Bringt eure Kinder in Sicherheit!. Wenn du am wenigsten damit rechnest, verwandle ich dich in eine rote Blume, die nach Katzenpisse stinkt.

In dieser Welt gibt es ein striktes Kastensystem, bei denen jeder aufgrund seines Blutsstatus endgültig eingruppiert wird. Aufgrund dieser Eingruppierung gelten diverse Regeln. Die unteren Schichten werden dabei massiv benachteiligt bzw. weitgehend behandelt wie der letzte Dreck.
Allein dieser Umstand gefällt mir schon nicht an der Buchserie. Es wird ständig erwähnt was Halbblüter nicht können, nicht dürfen und warum sie sowieso minderwertig sind oder gleich als Sklaven gehalten werden (und das ist wörtlich zu nehmen, weil sie per Droge willenlos gemacht werden), wenn sie nicht den Anforderungen der Reinblüter genügen.

Der Alien in meinem Onkel hatte ihn inzwischen offenbar völlig im Griff. Bald würde er sich mit den Krallen aus seinem Bauch herausgraben und einen Stepptanz quer über mein Bett aufführen.

Das bedeutet die Halbblüter haben lediglich die Wahl Soldaten zu werden (wenn sie dafür geeignet sind und die jeweiligen Leistungstests bestehen) oder sie werden per Drogen willenlos gemacht und als Sklaven gehalten. Als Soldaten haben sie eine relativ kurze Lebenserwartung.

Man kommt sich vor wie in den Südstaaten der USA vor dem Bürgerkrieg (Stichwort Behandlung der dunkelhäutigen Bevölkerung). Die Ausgangslage ist auf jeden Fall eine sehr schlechte Grundlage für eine Liebesbeziehung zwischen verschiedenen Kastenstufen (die sowieso verboten ist und die Risiken gehen ausschließlich zu Lasten der unteren Stufe) und aus meiner Sicht ist dieser Hintergrund über lange Strecken sehr abstoßend.

Die Vorgeschichte handelt von den Ereignissen, die Alex for dem ersten Buch widerfahren sind

Du brauchst jemanden, bei dem du dich ausheulen kannst, jemanden, der dich nicht dauernd befummeln will. Jemanden, der mit dir zusammen sein will, und zwar nicht deswegen, was du bist, sondern wer du bist.«

Im ersten Buch geht es mehr um den jeweiligen Stand “Halbblut” / “Reinblut” als um andere Dinge (das zieht sich vor allem durch die ersten zwei Bücher). Das erste Buch habe ich zwischendurch unterbrochen und ernsthaft überlegt, ob ich die Serie abbreche, obwohl ich andere Bücher der Autorin sehr mag.

Im zweiten Buch lernt man die “Regierung” und deren Verhalten und Methoden kennen.

Im dritten Buch hat es die Autorin dann geschafft mich in den Bann zu ziehen, weil die Handlung nicht mehr nur so dahindümpelt, sondern einiges unerwartetes passiert und die Hauptakteurin (Alex) sich mehr Bedrohungen und Herausforderungen gegenüber sieht.

Elixir behandelt die Zeit zwischen Buch drei und vier wo Apollo erzwingt, dass Alex nach der Verwandlung das Elixier trinkt, dass sie willenlos macht, weil sie nach der Verwandlung von Seth kontrolliert wird und nicht mehr sie selbst ist.

Im vierten Buch gibt es anfangs eine eher ruhige Phase in der die Hintergründe der Charaktere erklärt werden und Alex ihr “Erwachen” erlebt. Später nimmt die Geschichte deutlich an fahrt auf und Alex muss herausfinden wie Sie die Bedrohung bekämpfen kann, denen Sie selbst und der Rest der Welt gegenüber steht. Dafür zahlt sie einen sehr hohen Preis.

»Ich habe mir seit Tagen weder die Zähne geputzt noch das Gesicht gewaschen. Komm mir bloß nicht zu nahe!«

»Du bist so wunderschön wie immer, Alex.« Ich starrte ihn an. Wahrscheinlich kam er nicht viel in der Welt herum.

Im fünften Buch überschlagen sich die Ereignisse und Emotionen. Für mich war das erste Buch ziemlich schlecht. Das zweite wird schon besser und ab dem dritten ist man auf dem gewohnt hohen Qualitätslevel, den man von der Autorin gewöhnt ist.

In weiten Teilen geht es um Unterdrückung, Ungleichbehandlung und die Hauptprotagonistin wird regelmäßig behandelt, als wenn sie minderwertig sei. Zwischendurch hat sie sogar einen willenlosen sklavenartigen Zustand, der per Droge herbeigeführt wird und anschließend gibt es eine unselige Verbindung, die ihren eigenen Willen und ihre Persönlichkeit unterdrückt. Seth ist leider auch nicht Daemon (Lux) oder Roth (Dark Elements) und hat quasi keinerlei Charme und ist lediglich berechnend und egoistisch und naiv.

Allerdings sieht Alex das natürlich viel zu spät ein (obwohl es genügend Hinweise gab und es dem Leser vorher schon klar ist) und verzeiht im später sogar. Man möchte sie stellenweise einfach nur schütteln
Aiden wiederum ist am Anfang nicht wirklich zugänglich was aus den vielen Zwängen resultiert, denen er in der Gesellschaftsordnung unterliegt.
Ansonsten geht es gerade anfangs in weiten Teilen primär um Training, das Kastensystem und dümpelt vor allem in den ersten zwei Büchern so vor sich hin. Der Schreibstil ist wie immer toll (wie bei den anderen Büchern der Autorin).

Sieh mal, wozu hat man Freunde, wenn man nicht gemeinsam ein paar Stunden mit psychotischen Daimonen verbringen kann?

Im Gegensatz zu Lux und Dark Elements (wo starke Parallelen auftreten bzgl. der Charaktereigenschaften vorhanden sind), ist das hier nicht so stark ausgeprägt. Weiterhin finde ich die Geschichte hier deutlich düsterer als in Lux oder Dark Elements. Das guter / böser Junge Duo gibt es auch hier aber der Charme fehlt bei dem Bösen. Die Story ist besonders anfangs nur gerade so spannend, dass man weiterliest, richtig fesseln kann sie aber nicht. Das ändert sich spätestens ab Buch drei. Die Hauptprotagonistin ist am Anfang primär aufmüpfig, rebellisch und bis zu einem gewissen Grad kämpferisch (soweit das System es zulässt). Später gewinnt sie aber deutlich dazu und auch die Geschichte wird immer spannender.

Fazit:

Etwas schlechter als die Lux Serie. Die Geschichte bei Dämonentochter fängt relativ schwach an, steigert sich dann aber gewaltig. Der Schreibstil der Autorin ist nach wie vor so toll wie eh und je. Wer schräge Wortkombinationen oder skurrile bildhafte Vergleiche mag kann diesen Schreibstil nur mögen. Das ist frisch und unverbraucht. Manche trockenen Sprüche in Situationen, in denen quasi alles dem Untergang geweiht ist, sind einfach nur lustig. Ich mag den Humor der Autorin. Sie verweist sogar indirekt auf ihre eigene Buchreihe – ein Buch über Aliens mit einem heißen Typen auf dem Cover? Na, was könnte das wohl sein? Das kommt dort nicht mal wie Werbung rüber, sondern durchaus so, als wenn sich selbst auf den Arm nimmt – sehr sympathisch. Und es gibt Szenen im Buch, die sind einfach urkomisch, während andere einfach nur grausam ungerecht sind.

Wie schon am Anfang der Rezension geschrieben: Eine Achterbahn der Emotionen.

Bei allen Büchern der Autorin sind relativ viele Fehler in der deutschen Übersetzung vorhanden.

Bewertung:

4/5

Vergleichbare Serien:

Verwandte Serien:

  • Götterleuchten

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Ich finde, dass Alex am Ende nicht gut genug wegkommt und somit halte ich auch in Summe nicht viel von Apollo, obwohl er machmal recht cool ist. Man muss bedenken, dass eigentlich Alex der Apollyon hätte sein sollen. Seth war nie geplant. Als dann Seth temporär Alex Persönlichkeit unterdrückt ist Apollo viel zu schnell auf den Trip, dass er Alex töten will als sie unter Seths Kontrolle steht und ihre Persönlichkeit von ihm unterdrückt wird.
    Als sie sich dann ohne die Hilfe von Apollo wieder zurückgekämpft hat, geht sie mit dem Besuch in der Unterwelt ein hohes Risiko ein. Nach diesem Besuch hat sie eigentlich schon mehr getan als Apollo von ihr erwarten kann.
    Nachdem Alex dann denn Kampf mit Ares hat, bei dem sie quasi von ihm gefoltert und auf das heftigste gezeichnet und misshandelt wird, ist Apollo immerhin so gnädig, dass er sie unwissentlich und ungefragt zum Halbgott macht (ohne weitere Gegenleistungen zu verlangen). Allerdings mit dem Beigeschmack, dass sie jeweils 6 Monate in der Unterwelt und 6 Monate in der Oberwelt verbringen muss (die Beschreibungen zum Zeitablauf sind diesbezüglich an diversen Stellen in der Buchserie und leider nicht stimmig).

Im Nachgang wird dann von ihr verlangt, dass Sie Göttermöderin wird und danach wahrscheinlich getötet wird (sie vermutet sogar zwischenzeitlich, dass sie in dafür in die in den Tatarus kommt – was quasi der Hölle entspricht, weil sie Seth töten muss). Was dann ja auch passiert, weil Apollo sie „zur Belohnung“ auf Wunsch von Zeus und den anderen Göttern tötet, weil sie nun als Göttermörder aus deren Sicht eine Gefahr darstellt. Da Aiden dazu vorher gezwungen wird seine Seele nach dem Tod an Hades zu geben um den Titanen zu befreien, bedeutet dies, dass sie sich zur Belohnung für all die Opfer und die Schmutzarbeit der Götter (und nur die sind für das ganze Chaos verantwortlich) weder im Leben noch im Tod jemals mit Aiden zusammen sein kann. Spätestens mit dem Wissen hätte ich an Ihrer Stelle gesagt „ihr könnt mich mal alle gern haben“. Warum sollte man den Göttern helfen, wenn sie so sehr darum betteln, dass man ihnen nicht hilft?

Das das Zusammenleben mit Aiden doch möglich ist liegt nur daran, dass Seth sich im Austausch für Aiden anbietet und Aiden auch zum Halbgott wird. Das war aber von Apollo nicht so vorgesehen.Was ist also die Konsequenz:
Alex ist quasi halb tot, weil sie regelmäßig in die Unterwelt muss und in der realen Welt sind beide mittellos. Klingt für mich nicht genügend nach Happy End, oder? Wenn man bedenkt, dass das die Belohnung dafür ist, dass Alex die Schmutzarbeit für die Götter erledigt hat und sehr viel Leid durchstehen musste ist das ziemlich schwach von den Göttern.

  • Es wird immer wieder erwähnt, dass ein Apollyon nicht von den Göttern getötet werden kann (außer von dem Gott aus der eigenen Abstammungslinie). Somit stellt sich die Frage warum Ares Alex quasi töten kann (sie ist nur Momente vor dem Tod), obwohl er das eigentlich nicht können sollte lt. den diversen Bekundungen, dass ein Apollyon quasi unverwundbar ist von einem Olympier.
  • Ich kann nicht nachvollziehen warum Alex Seth verziehen hat (ob Verbindung oder nicht). Er ermöglicht am Ende das Zusammensein mit Aiden aber gestorben ist sie mit dem Wissen es für Seth und die Menschheit zu tun und dafür nie wieder Aiden zu sehen – so selbstlos muss man erst mal sein vor allem mit dem Hintergrund, dass Seth sie nur belogen, betrogen und verletzt hat, sowie für viel Leid verantwortlich war (sinnloses Training nur um mit Ihr zusammen zu sein, das Aufzwingen der Runen um ihr Erwachen zu beschleunigen einschließlich der diversen Erschöpfungszustände bei Alex, der 1. Kampf mit Ares inklusive Höllenschmerzen und dem Tod als Folge, dass sie vor dem Kampf mit Jackson geschwächt war und somit sinnlos verprügelt wurde, dass sie das Elixier bekommen hat weil Seth sie kontrolliert hat, dass diverse Freunde von Alex gestorben sind, dass sie dabei sein musste wie Seth Telly und Teile des Rates getötet hat, sowie das es zu dem Krieg überhaupt gekommen ist – war alles die Schuld von Seth und den Göttern). Wenn am
    Ende jemand hätte getötet werden müssen wäre das wohl Seth gewesen und nicht Alex. Wobei natürlich klar ist, dass ihr die Macht vielleicht am Ende auch zu Kopf gestiegen wäre.
  • Warum ist Alex der Meinung, dass sie in den Tartarus (Hölle) kommt, wenn sie Seth tötet? S. 338 Buch 4
  • Woher weiß Dekan Elders, dass Aiden geistigen Zwang gegen andere Reinblüter angewendet hat? Der einzige der das wusste oder besser gesagt die starke Vermutung hatte war Telly und der ist nie an seinem Ziel angekommen und hat vorher auch sicher niemand informiert, weil er nur inoffiziell mit Alex gesprochen hat. Angeblich hat Lucian diese Information weitergegeben, bevor Teile des Rates durch Seth getötet wurden aber ich habe die Stelle nicht gefunden wo Lucian diese Information weitergegeben hat. Er hätte ja auch nichts davon gehabt, weil es den Rat gegen Alex aufgebracht hätte. S. 453 Buch 4
  • Warum ist der Göttermörder so gefährlich, wenn offenbar sogar nach der Energieübertragung nur beide Apollyons zusammen einen Gott töten können? Alleine schafft Alex das ja offenbar nicht, sondern erst mit der kombinierten Energie von Seth. Somit benötigt es offenbar einen Göttermörder Apollyon + einen zweiten der seine Energie zur Verfügung stellt um einen Gott zu töten. Das Risiko ist wohl sehr gering.
  • Die Zeitaussagen in der Unterwelt im Vergleich zur Oberwelt sind total Konfus. Der Faktor wird von „die Zeit vergeht in der Unterwelt langsamer als in der Oberwelt“ wird von 16 – 7200 variiert. Das bedeutet eine Stunde in der Oberwelt entspricht 16-7200 Stunden in der Unterwelt. Das bedeutet, dass die für Alex greifende Regel, dass sie ein halbes Jahr in der Unterwelt (lt. der Zeitrechnung der Unterwelt) und ein halbes Jahr in der Oberwelt verbringt, nachdem sie Halbgöttin geworden ist. Konfuserweise gibt es am Ende von Buch 5 aber noch die Aussage, dass die Zeit für Deacon in der Oberwelt noch länger vorkommen wird bis er Aiden wieder sieht (der mit Alex in der Unterwelt ist). Das ist total unverständlich, weil es das Gegenteil von dem Ist was in den Büchern ansonsten beschrieben wird. Im Gegenteil müsste Deacon ein halbes Jahr geteilt durch 16 – 7200 lang warten bis die zwei zurück sind (weil sie ja ein halbes Jahr nach Zeitrechnung der Unterwelt in der Unterwelt verweilen müssen). Was im Umkehrschluss bedeutet, dass Alex und Aiden aus Sicht der Oberwelt quasi kaum weg sind aber trotzdem zwischendurch immer ein halbes Jahr in den Elysischen Feldern sind.

In der Nachfolgeserie (Götterleuchten) stellt es sich wiederum so da, als wenn das halbe Jahr oben und unten jeweils einem halben Jahr oben entspricht, nur das die Zeit unten halt 16x – 7200x so schnell vergeht und sie quasi gefühlt extrem selten in die Oberwelt kommen.

Ich kann allerdings nicht sagen, ob einige der Missverständnisse durch die Übersetzung entstehen.

  • Wieso lebt Diana noch, obwohl Seth den halben Rat ausgerottet hat? Es wurden nur die am leben gelassen, die Lucian treu sind. Somit müsste sie entweder tot oder treu zu Lucian sein.

Lux Serie

A Lux Prequel Shadows - Jennifer L. Armentrout    Obsidian Schattendunkel - Jennifer L. Armentrout  Onyx Shattenschimmer - Jennifer L. Armentrout  Opal Schattenglanz - Jennifer L. Armentrout  Origin Schattenfunke - Jennifer L. Armentrout  Opposition Schattenblitz - Jennifer L. Armentrout    Oblivion Lichtflüstern - Jennifer L. Armentrout  Oblivion Lichtflimmern - Jennifer L. Armentrout  Oblivion Lichtflackern - Jennifer L. Armentrout

Mehrfach gelesen:

Ja

Autor(in):

Jennifer L. Armentrout

Teile der Serie:

  • Vorgeschichte: Lux 0.5 – Shadows (192 Seiten keine deutsche Übersetzung – Englisch) – Muss man nicht gelesen haben und wird auch in den anderen Büchern in verkürzter Form erzählt. Ich hade die Vorgeschichte von Beth und Dawson nicht gelesen
  • Obsidian (1) – Schattendunkel (432 Seiten)
  • Onyx (2) – Schattenschimmer (480 Seiten)
  • Opal (3) – Schattenglanz (480 Seiten)
  • Origin (4) – Schattenfunke (448 Seiten)
  • Opposition (5) – Schattenblitz (414 Seiten)

Buch 1-3 gibt es auch alternativ aus Daemon’s Sicht (die Originalserie ist aus Katy’s Sicht geschrieben):

  • Oblivion (1) – Lichtflüstern (384 Seiten)
  • Oblivion (2) – Lichtflimmern (370 Seiten)
  • Oblivion (3) – Lichtflackern (274 Seiten)

Man kann sowohl Daemon’s Sicht als auch Katy’s Sicht eigenständig lesen. Mir hat Katy’s Sicht besser gefallen.

Weiterhin gibt es noch ein paar Zusätzliche Szenen, die je nach Version in den Romanen vorkommen (in dem Fall ist dann ein Vermerk mit  Bonusgeschichten vorhanden).

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Vor dieser Serie habe ich Twilight (Biss Serie) gelesen (ja ich weiß, etwas spät, aber ich bin männlich und altersmäßig deutlich über der geplanten Zielgruppe – das Buch stand bei mir jahrelang im Schrank, weil ich die Filme nur mittelmäßig fand – die Bücher fand ich danach aber deutlich besser und ich habe sie verschlungen).

»Ich war schon immer der Meinung, dass die schönsten Menschen – und ich meine wahrhaft schön von innen und außen – diejenigen seien, die sich dessen gar nicht bewusst sind. Wer mit seiner Schönheit hausieren geht, verschwendet, was er hat. Dessen Schönheit ist vergänglich. Nicht mehr als eine Hülle, die dunkle Leere überdeckt.«

Somit habe ich etwas vergleichbares gesucht, was aber trotzdem eine neue Story bietet und nicht nur ein Abklatsch ist. Auf die Lux Serie bin ich dann primär über Cross Promotion und die guten Wertungen gestoßen.

Es geht auch hier um eine Liebesgeschichte, bei der die Charaktere am Anfang zwar eine gewisse Zuneigung zueinander spüren, diese aber aus diversen Gründen nicht ausleben oder zeigen können. Neben der Liebesgeschichte gibt es sehr viel Action und hier geht es nicht um Vampire, sondern um Aliens (wobei mich das im ersten Moment abgeschreckt hat, aber die Darstellung der Aliens ist so angelegt, dass ich sie ziemlich gut finde und das Ganze im Prinzip auch genauso gut im Bereich der Fantasy spielen könnte).

O Mann, es war so still, dass man hätte hören können, wie ein Grashüpfer eine Fliege mit einem Karateschlag erledigt.

Die ersten drei Bücher sind – vermutlich basierend auf der Idee von der Biss Serie – aus beiden Perspektiven beschrieben. Das heißt man kann sie sowohl aus Daemon’s Perspektive (Oblivion) oder aus Katy’s Perspektive lesen. Daemon’s Perspektive bietet einige neue Szenen – zum Teil auch mit Katy – die aus ihrer Sicht nicht erzählt werden. Insgesamt hält sich der Erkenntnisgewinn aber in Grenzen. Ich habe alle 8 Bücher gelesen (das 3. aus Daemon’s Sicht gibt es stand heute nur in englisch). Zusätzlich gibt es auf der Homepage der Autorin und in den Büchern noch einigen Versionen der Bücher noch zusätzliche Szenen. Mir haben die Bücher aus Katy’s Sicht besser gefallen (das mag aber auch daran liegen, dass ich männlich bin, ich glaube den Mädels gefällt es andersrum besser). Aus Katy’s Sicht kommt etwas mehr Gefühl rüber und da sie (wie das bei dieser Art Bücher üblich ist) seine Emotionen oft sehr genau in seinem Gesicht lesen kann, bekommt man oft ein gutes Bild von seinen Gedanken. Wenn einem das nicht reicht, hilft seine Perspektive auch noch die restlichen Stellen zu verstehen. Ein paar Stellen werden ohne seine Sicht der Dinge nicht klar bzw. man kann nicht nachvollziehen was er denkt.

Die letzten beiden Bücher sind aus wechselnden Perspektiven geschrieben.

Ich stand einfach da und versuchte mir einzureden, dass meine Hitzewallungen auf ein Verdauungsproblem zurückzuführen waren und nicht darauf, dass ich eifersüchtig war.

Die Autorin greift hier aus meiner Sicht deutlich überzeugender eine halbwegs realistische Jugendsprache auf (die ändert sich natürlich ständig, somit kann ein Buch das eh nur begrenzt), als das in anderen Büchern der Fall ist (in Harry Potter reden Kids ja alle wie Erwachsende). Weiterhin werden ständig bekannte Marken oder Filme und Serien eingebunden. Es wirkt dadurch etwas moderner, wird dafür aber in einigen Jahren deutlich schwerer zugänglich sein.

Fazit:

Die Geschichte ist sehr spannend und in den ersten zwei Büchern war ich noch nicht hundertprozentig überzeugt. Das lag primär daran, dass man bis dahin nicht genügend Infos hat und alles etwas naiv und unrealistisch wirkt, weil einem die Ausmaße erst später klar werden. Spätestens ab dem Ende von Buch zwei nimmt die Geschichte aber richtig Fahrt auf und wird im letzten Band sogar episch.

Ich blickte zu dem Militärtypen. »Wer ist dieser Idiot?« Kat sah mich vorwurfsvoll an und Luc drehte sich ruckartig auf seinem Stuhl um und klang, als hätte er sich an seinem eigenen Lachen verschluckt. »O Mann, jetzt weiß ich wieder, warum ich dich mag.« »Juchei«, murmelte ich.

Die Liebesgeschichte ist toll beschrieben, wobei es gerade bei den Kuss / “Sexszenen” am Anfang interessant ist die Entwicklung zu verfolgen (diesbezüglich wird in dieser Serie deutlich mehr beschrieben als in Twilight) – im Mittelteil passiert dann aber nicht all zu viel neues was diese Szenen angeht und die Szenen wiederholen sich etwas und bremsen den Erzählfluss aus (ab dem 4. Buch Mitte bis Mitte 5. Buch). Am Ende (Buch 5) wird dann teilweise nur noch angedeutet was passiert und der Rest der Fantasie des Lesers überlassen.

Man kann sehr gut mit den Akteuren mitfühlen. der Schreibstil von Jennifer L. Armentrout ist super (frisch, locker und jung).

Bewertung:

4,5/5

Vergleichbare Serien:

Verwandte Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

Einige kleinere Logikschwächen gibt es in dieser Buchserie aber die kann man aufgrund der Gesamtqualität aus meiner Sicht als vernachlässigbar betrachten (das ist auch der Grund warum ich 4,5 statt 5 Punkte vergeben habe).

Was mir in den neueren Jugendbüchern zunehmend nicht gefällt ist die Darstellung von Folter. Das ist auch hier der Fall. Es werden Leute grundlos so sehr gefoltert, dass sie stundenlang schreien bis sie ohnmächtig werden und es werden auch ohne Zögern dauerhafte Schäden oder der Tod als Folgen akzeptiert. Teilweise muss man sadistische Züge unterstellen.
Ich will jetzt nicht ins Detail gehen aber so ist unsere Welt (vor allem wenn staatliche Organisationen involviert sind) und das ist sicher nicht unrealistisch. Ob man das so wie in der Lux Serie in einem Jugendbuch darstellen muss, sei dahingestellt. Ich konnte mich zwischenzeitlich zumindest sehr gut in die Charaktere versetzen und man kann nur mit ihnen Leiden und Wut empfinden und würde ihnen am liebsten helfen.

Generell hat die Geschichte hier ein deutlich größeres Ausmaß als in Twilight (wo es ja nur um sehr lokale Auswirkungen und einen sehr begrenzten Personenkreis geht). Es geht zwar an einer Schule los, später geht es aber um die ganze Welt.

Am Anfang ging es mir dann etwas wie den Charakteren im Buch (Beziehung Katy zu Daemon). Ich hatte eine gewisse Hassliebe zu Daemon. Im Vergleich zu Edward aus Twilight wirkt er anfangs fast asozial (ich sag nur mit nacktem Oberkörper die neue Nachbarin an der Tür begrüßen und die Sprüche, die er ablässt), wenn man nur Katy’s Sicht der Dinge liest. Weiterhin wirkt die Geschichte am Anfang sehr naiv. Der Staat ist verwickelt.aber angeblich komplett ahnungslos. Im 3. Buch wird aber klar, dass die Geschichte deutlich größer ist, als es am Anfang scheint. Auch die Beziehung zwischen den Hauptakteuren wird deutlich interessanter. Spätestens Buch 5 nimmt dann epische Züge an, bei denen eine Invasion auf die Erde gestartet wird und sich jeder für eine Seite entscheiden muss…

Glaubhaft ist in dem Kontext auch, dass die Charaktere oft mehr oder weniger Spielball der Ereignisse sind. Die Pläne, die sie schmieden sind oft aus der Not heraus geboren und meistens mehr oder weniger Himmelfahrtskommandos. Am Ende ist es Glück, dass einige überleben – trotz der vielen Verluste. Ich finde das – aus meiner Sicht weitgehend positive Ende – aber toll.

Interessant ist, dass auch aktuelle Themen wie z.B. Gentechnik aufgegriffen werden. Es wird z.B. indirekt hinterfragt was ethisch vertretbar ist und was nicht. Ist es z.B. ok ins Erbgut einzugreifen, wenn wir Krankheiten damit heilen könnten? Wo hört das Heilen von Krankheiten auf und wo beginnt die Verbesserung? Wie schnell kommen wir dahin das damit “bessere” oder “besser kontrollierbare” Menschen “gezüchtet” werden und / oder als Armee im Krieg eingesetzt werden? Und wo werden dann die verbesserten Menschen bevorzugt, oder verschaffen sich selber Vorteile weil sie sich für besser als den Rest halten oder werden sie sogar ausgegrenzt?